Vorschau zu Shadowverse: Champion’s Battle

Das Shadowverse-Kartenspiel ist derzeit für PCs und Mobilgeräte in deutscher Sprache erhältlich. Bei Shadowverse: Champion’s Battle für Nintendo Switch, welches am 13. August 2021 erscheinen wird, handelt es sich jedoch um ein anderes Projekt – basierend auf dem Anime. Neben den Kämpfen mit Karten verspricht Cygames auch Story-Elemente und charmante Charaktere. Eine kostenlose Demoversion ist im Nintendo eShop verfügbar.

Shadowverse CCG
Shadowverse CCG
Entwickler: Cygames, Inc.
Preis: 0

Die Neuinterpretation ist bereits seit November in Japan erhältlich und bringt die vielschichtigen Mechaniken zum Zusammenstellen des eigenen Kartendecks auf Nintendo Switch und serviert sie mit einer originellen Erzählweise, die sich sowohl für Einsteiger als auch für Kenner des Originals eignet. Wir konnten bereits über die Ereignisse der Demo hinaus spielen, für diesen Vorschaubericht beschränken wir uns allerdings auf das Wesentliche, um euch die späteren Geschehnisse der Story nicht zu spoilern.

Shadowverse: Champion’s Battle erscheint in Europa englischsprachig, sowohl physisch als auch digital, wobei alle Versionen einen Code für das Spiel Shadowverse (PC und Mobile) beinhalten, der für drei Karten je zwei exklusive Illustrationen, zehn Premiumsphären und kosmetische Gegenstände gewährt.

‎Shadowverse
‎Shadowverse
Entwickler: Cygames, Inc.
Preis: Kostenlos+
Shadowverse
Shadowverse
Entwickler: Cygames, Inc.
Preis: Kostenlos+

Veröffentlicht wurde der Shadowverse-Anime vom 7. April 2020 bis zum 23. März 2021 auf Crunchyroll und ist somit abgeschlossen. Er basiert auf dem gleichnamigen Smartphone-Spiel. Der Schüler Hiro Ryugasaki erhält durch einen seltsamen Vorfall ein Smartphone. Auf diesem ist ein Onlinespiel vorinstalliert, das den Namen Shadowverse trägt. Damit nimmt Hiro an Turnieren teil und trifft sowohl auf neue Freundschaften als auch gefährliche Rivalen.

In Shadowverse: Champion’s Battle schlüpfen wir in die Rolle eines Austauschschülers an der Tensei-Akademie. Dort lernen wir nicht nur unglaublich schnell ein paar neue Freunnde kennen, sondern werden von unserem Klassenkameraden Hiro Ryugasaki schnell in das Shadowverse-Kartenspiel eingeführt. Angeblich gibt es an der Schule sogar einen Shadowverse-Club – ein Ort den viele kennen, von dem aber niemand weiß, wo er ist.

Gemeinsam mit unseren Freunden, machen wir es uns zur Aufgabe, das beliebte Kartenspiel zu meistern und die nationale Meisterschaft zu gewinnen. So kann dem Club wieder zu seinem früheren Ruhm verholfen werden. Eine typische Anime-Story also, die mich beim Anspielen aber unerwartet rasch in ihren Bann gezogen hat. So sind zwar die Texte, als auch die Sprachausgabe des Spiels, nur in englischer Sprache verfügbar, was ich sehr schade finde… dennoch gibt es an dieser für mich nichts auszusetzen.

Während des Abenteuers erkunden wir die Orte rund um die Schule und in der umliegenden Stadt, wo Ereignisse und Begegnungen an den ungewöhnlichsten Stellen auf uns warten. Um dem Shadowverse-Club ein besseres Ansehen zu verpassen, müssen wir uns mit allerlei unterschiedlichen Neben- wie auch Hauptfiguren in einer Partie Shadowverse messen. Alle lieben es. Schüler, Lehrer … überall in der Stadt hängen Shadowverse-Leuchtreklamen.

Shadowverse, das Kartenspiel und Namensgeber von Shadowverse: Champion’s Battle, folgt natürlich entsprechenden Regeln. Habt ihr bereits Hearthstone gespielt, werden euch vielleicht einige dieser Regeln erstaunlich bekannt vorkommen!

So erhalten wir mit fortlaufender Spieldauer immer mehr Punkte, die wir in Vasallen* investieren und diese aufs Brett legen können. Haben wir in Runde 1 nur einen Spielpunkt, können wir auch nur einen Vasall mit kosten von einem Spielpunkt legen. Aber wir können in Runde 5 mit fünf Spielpunkten auch einen mit zwei und einen mit drei Punktekosten legen. Frisch gelegte Vasallen können dabei leider nicht direkt Angreifen, sondern müssen bis zum nächsten Zug überleben. Aber natürlich gibt es hier auch Ausnahmen: So können Vasallen mit “Rush”-Fähigkeit sofort angreifen, Vasallen mit “Fanfare” haben einen Effekt der in Kraft tritt, wenn sie das Spielfeld betreten, “Last Words”, wenn sie vom Spielfeld entfernt werden.

Ansonsten greifen wir mit unseren Vasallen nach Möglichkeit den Anführer (den Gegenspieler) direkt an und bringen seine Lebenspunkte auf null um zu gewinnen. Hat dieser jedoch einen Versallen mit “Wächter”-Attribut auf dem Feld liegen, wird diese Karte den Anführer und alle anderen Vasallen vor Angriffen schützen, bis er aus dem Weg geräumt wurde. Der Kniff hier sind die Entwicklungen, die ein Spieler bis zu dreimal auslösen kann, maximal einmal pro Karte. Ähnlich wie Mega-Entwicklungen bei Pokémon erhalten die Karten dann mehr Verteidigungs- wie Angriffspunkte, aber auch zusätzliche Fähigkeiten.

Dass es auch noch acht verschieden Deckarten gibt, auf denen unser Deck als Grundregel fußt, lassen wir hier mal nur angerissen. Etwa erhalten Drachen-Decks mit Overflow, welches sich aktiv ab Runde 7 dazuschaltet, auch noch gesonderte Fähigkeiten. Vampir Decks hingegen erhalten diesen Sondereffekt nur, wenn 10 Punkte an Schaden ausgeteilt wurden. Das Kartenspiel erscheint hier zunächst, auch durch die kleine Sprachbarriere, komplexer als es eigentlich ist. Sobald man die Regeln verinnerlicht hat, fegt man die Gegner schneller vom Feld, als sie “Shadowverse Showdown” zu Beginn des Matches gesagt haben!

*Wir haben uns auf Crunchyroll ein paar Folgen des Shadowverse-Anime angeschaut (O-Ton mit deutschen Untertiteln) und haben diesem dort einige Begriffe wie etwa “Versallen” entnommen. In Shadowverse: Champion’s Battle werden sie, aufgrund der englischen Texte, “Follower” genannt. Alle Folgen sind bei Crunchyroll auch ohne kostenpflichtiges Abo, aber dann mit Werbung und bei einer Maximalauflösung von 480p, kostenlos anschaubar.

Wir können uns unser eigenes Deck zusammenstellen oder ein vorgefertigtes wählen, sofern wir dafür alle nötigen Karten besitzen. Diese erhalten wir als Prämie nach gewonnenen Matches oder wir kaufen sie uns einzeln oder als Booster an einem der zahlreich verteilten Terminals. Dafür benötigen wir dann nur ein paar Rupies in der Tasche, welche wir ebenfalls durch gewonnene Shadowverse Showdowns erhalten. Jedes Booster beinhaltet 8 Karten. Um Kartendecks eines bestimmten Typs bauen zu dürfen, müssen wir zunächst allerdings jemanden mit eben diesem finden und besiegen. Dadurch erhalten wir das Wissen, welche Karten zu dem Deck gehören, um es anschließend selbst auch zusammenzustellen.


Vorläufiges Fazit & Ersteindruck


Der erste Eindruck von Shadowverse: Champion’s Battle ist ein sehr positiver, wobei ich mir gewünscht hätte, dass es deutsche Texte im Spiel gäbe. Die Anime-Vorlage ist sofort erkennbar, die Zwischensequenzen und Gespräche mit unseren Freunden sind gut vertont. Auch das Shadowverse-Kartenspiel macht mir mit zunehmender Spieldauer immer mehr Spaß. Der Schwierigkeitsgrad variiert manchmal allerdings stark und ich weiß nie so recht, ob ich gerade einfach nur einen gravierenden Fehler gemacht habe oder noch nicht das richtige Kartendeck besitze, um den Kontrahenten schlagen zu können. Manchmal klappt es dafür im zweiten Anlauf dann ohne größere Probleme. Vielleicht sollte ich wie Yugi Muto mehr an das Herz der Karten glauben? Das werden wir sicherlich bald schon herausfinden!

Eine Sache die mir nicht so richtig gefällt: Man darf den eigenen Charakter leider nicht individualisieren. Wenn man sich also ein Let’s Play anschaut, sieht der bei allen Spielern identisch aus und niemals so cool wie die bekannten Charaktere aus dem Anime!

Von Cygames entwickelt und durch Marvelous Europe Limited in Europa für Nintendo Switch herausgegeben, wird Shadowverse: Champion’s Battle am 13. August 2021 erscheinen.

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