Im Reich Symphonia ist die Musik die Quelle des Lebens und der Energie. Doch seine Bewohner sind gespalten, seit die Gründer und ihr Orchester verschwunden sind, und ein Mantel der Stille legt sich über die Welt. Was wäre, wenn sich ein neues Orchester versammeln ließe? Das ist die Frage, die Philemon, der geheimnisvolle Musiker in Symphonia, beantworten muss.
In Symphonia – nicht zu verwechseln mit Tales of Symphonia – erwecken Spieler und Spielerinnen als geheimnisvoller Geiger Philemon eine zerfallene Welt wieder zum Leben. Sie lösen Platforming-Herausforderungen und spielen Konzerte, um das verlorene Orchester wieder zu vereinen. Besonders im Fokus steht dabei natürlich die Musik – jedes Level ist mit viel Liebe zum Detail an eine bestimmte Instrumentengruppe angelehnt.
Headup Games war so freundlich uns das Spiel kürzlich zur Verfügung zu stellen. Für einen ausführlichen Test war die Zeit zu knapp und meine Skills ohnehin nicht vorhanden. Dennoch möchte ich die Gelegenheit beim musikalischen Schopfe packen und euch einen kleinen Ersteindruck vermitteln, der vielleicht ja schon für einen Kauf ausreicht!
Im Dezember 2024 erschien der 2D-Plattformer Symphonia – von Entwickler Sunny Peak und Publisher Headup – für PC, PlayStation und Xbox. Nun schlüpfen wir auch auf Nintendo Switch in die Rolle eines geheimnisvollen Geigers. Geige und Bogen sind dabei gleichzeitig Instrument und Fortbewegungsmittel. Die Entwicklung des Titels begann als Studentenprojekt, das bereits 2021 mit einem BAFTA Student Award For Games ausgezeichnet wurde.
Symphonia spielt in einer Welt, in der Musik, in diesem Fall vor allem klassische Musik, die treibende Kraft darstellt. Doch drei der vier Hauptmusikanten wurden aus der Hauptstadt vertrieben und so ist das Land in eine Art Apokalypse geraten. Wir scheinen uns nun in der Postapokalypse zu befinden, wo der ehemalige Kapellmeister der Stadt uns, den vierten Musiker und Geigenmeister Philemon, aus dem ewigen Schlaf weckt. Kurzerhand entsendet er uns in die Welt hinaus mit der Aufgabe, die restlichen drei Musiker zu finden und zurück zu bringen, damit die Welt wieder mit Musik erstrahlen kann. Die ganze Story des Spiels wird auf non-verbale Weise durch wunderschön gezeichnete Zwischensequenzen erzählt.
Alle Umgebungen von Symphonia sind auf bestimmte klassische Instrumentengruppen abgestimmt, vom Leveldesign über die Art Direction, bis hin zum eigens vom Team komponierten und vom Scoring Orchestra of Paris eigespielten klassischen Soundtrack.
Jeder Bereich von Symphonia ist handgefertigt, hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Bewohner. Ich würde behaupten, dass die Nintendo Switch-Version den anderen in nichts nachsteht und geübte Spieler können mit dem Rhythmus der Musik durch die Level hopsen (wie im nachfolgenden Video) – was bei mir jedoch etwas langsamer vonstatten geht. Aber wie heißt es so schön? Übung macht den Meister!
Ein einzigartiger Soundtrack im Stil der musikalischen Epoche der Romantik von Komponist Olivier Esman. Erlebt das Scoring Orchestra Paris mit einer Darbietung, die exklusiv für Symphonia aufgenommen und vom Komponisten Olivier Esman und seinem Team geschrieben wurde. Spielt mitreißende Konzerte, bei denen jeweils eine Instrumentenfamilie – Streicher, Blechbläser und Holzbläser – im Vordergrund steht.
Mit dem Geigenbogen können wir einen Pogosprung ausführen, welcher Philemon deutlich höher in die Luft katapultiert als ein normaler Sprung. Setzt ihr den Pogosprung richtig getimt mehrere Male nacheinander ein, könnt ihr so erheblich an Momentum gewinnen und weiter und höher Springen als zuvor. Philemon kann aber natürlich auch – auf Knopfdruck -ein kleines Ständchen auf der Geige spielen, was verschiedene Auswirkungen hat. Versucht also mal an den dafür geeigneten Stellen etwas zu musizieren.
Mit der Zeit gibt es auch neue Fähigkeiten, wie etwa den ‚Doppelsprung‘. Dieser ist allerdings nicht sofort aktiv. Vielmehr könnt ihr in den Einstellungen des Spiels entscheiden, ob ihr ihn an- oder ausschalten möchtet. So haben geübte Spieler die Wahl, für alle anderen würde ich empfehlen, den Doppelsprung zu aktivieren.
Zwei Dinge die mich beim Start von Symphonia irritiert haben:
- Das Spiel zeigt zunächst englische Bildschirmtexte. Erst die Einstellungen offenbaren, dass ich die Sprache auch auf ‚Deutsch‘ stellen kann.
- Das Spiel siezt dich! Liegt das an der Zielgruppe, die man ansprechen möchte, oder was ist da los?
Sollte man den Bildschirmtod erleiden, was nicht selten vorkommt, dann setzt einen das Spiel schnell wieder zurück und das sogar noch auf ziemlich fair verteilte Checkpoints. Zumindest am Anfang von Symphonia hatte ich jetzt nicht das Gefühl eine sehr lange Abfolge schwieriger Sprungmanöver zu absolvieren, nur um kurz vor dem Ende in den Tod zu stürzen, wodurch ich dann all das hätte wiederholen müssen. Und mit der Zeit stellte sich auch bei mir das Muskelgedächtnis ein. Gebt also nicht gleich auf, sondern probiert weiter.
Ich gebe den Taktstock in jedem Fall auch mal an unseren Tim weiter und wir arbeiten an einem ausführlichen Test. Schreibt uns gerne eure Meinung zum Spiel in die Kommentare, wenn ihr es auf einer der oben genannten Plattformen bereits gespielt habt.
Die Welt des Spiels ist auch reichlich mit Sammelgegenstände gefüllt. Seht ihr im Hintergrund ein leicht glitzerndes, schwarzes Notenband, dann wird es Zeit, Musik erklingen zu lassen. So löst sich das Band nämlich auf und enthüllt eine Musiknote, die Philemon begeistert einsammelt. Daneben sind auch Münzen in den Sprungpassagen verteilt, welche ihr mit gekonnten, akrobatischen Sprungeinlagen einsammeln müsst.
Doch all diese Sammelgegenstände und Zusatzräume sind rein optional und können, wenn gewünscht, auch einfach ignoriert werden, denn für das Durchspielen des Spiels sind diese nicht nötig.
Der Schwierigkeitsgrad von Symphonia ist durchaus knackig, wenn nicht sogar für manche zu hart. Glücklicherweise bietet Steam eine Demo des Spiels an. Laut How Long To Beat beschäftigt die Geschichte des Spiels rund 4 Stunden, Completionist können nochmals eine Stunde oben drauf rechnen. Und ich? Ich lasse da jetzt lieber einen Profi ran.
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