Die neuen eShop-Versionen von Pokémon Feuerrote Edition und Pokémon Blattgrüne Edition auf Nintendo Switch haben offenbar Änderungen erhalten – darunter eine verschärfte Namensfilterung.
Wie berichtet wird, ersetzt das Spiel bestimmte vulgäre oder beleidigende Begriffe automatisch durch generische Standardnamen. Wer seinem Protagonisten, Rivalen oder sogar Pokémon einen unangemessenen Namen geben möchte, läuft Gefahr, dass dieser durch voreingestellte Alternativen wie „Gary“ oder „Blau“ überschrieben wird.
Ich habe es mit der deutschsprachigen Version von Pokémon Blattgrüne Edition selbst getestet und hatte keine Chance mit einigen der expliziten Schimpfwörter oder sexuellen Begriffe, die ich so kenne, während mildere Bezeichnungen offenbar weiterhin akzeptiert werden. Beispiele muss ich an dieser Stelle keine nennen – euch fällt bestimmt was ein.
Auch Pokémon-Namen betroffen
Die Anpassung beschränkt sich nicht nur auf Trainer- und Rivalennamen, sondern wirkt sich ebenfalls auf die Benennung von Pokémon aus. Diese erhalten dann ihren regulären Namen.
Als möglicher Hintergrund wird vermutet, dass die Maßnahme verhindern soll, dass Screenshots oder Videoclips mit anstößigen Inhalten in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Ebenso denkbar ist ein Zusammenhang mit der Online-Anbindung an Pokémon HOME.
Überarbeitete Version der GBA-Klassiker
Die Namenszensur deutet darauf hin, dass es sich bei den Nintendo Switch-Fassungen nicht um vollständig unangetastete 1:1-Umsetzungen der ursprünglichen Game-Boy-Advance-Versionen handelt, sondern um angepasste Neuauflagen.
Da sich Pokémon traditionell an ein junges Publikum richtet, überrascht eine strengere Moderation von Inhalten allerdings nur bedingt.