Kosten zur Switch-Herstellung um etwa 10 US-Dollar gestiegen [Update]

Update: Nintendo Japan äußerte sich auf Twitter dazu, dass “die Gewinnspanne der Nintendo Switch (OLED-Modell) im Vergleich zum aktuellen Standard-Modell steigen würde”, wie von uns behauptet. Um ein korrektes Verständnis bei ihren Investoren und Kunden zu gewährleisten, möchten sie klarstellen, dass diese Behauptung falsch sei. Darüber hinaus schrieb das Unternehmen: “Wir möchten auch klarstellen, dass wir gerade angekündigt haben, dass die Nintendo Switch (OLED-Modell) im Oktober 2021 auf den Markt kommen wird, und derzeit keine Pläne haben, ein anderes Modell auf den Markt zu bringen.”

Während damit alle Gerüchte und Behauptungen zu einem Pro-Modell der Nintendo Switch mit 4K/DLSS erstmal zur Seite geschoben sind, können wir nach wie vor nicht ausschließen, dass eine solche Revision doch noch im Jahr 2022/2023 auf dem Markt erscheinen könnte.


Ursprünglicher Beitrag vom 15. Juli 2021

Zu den großen (und wenigen) Verbesserungen des Nintendo Switch OLED-Modells gehören ein 7-Zoll-OLED-Bildschirm, ein breiterer verstellbarer Standfuß, bessere Audioqualität der verbauten Lautsprecher und ein LAN-Anschluss im Dock. Daher kostet das OLED-Modell auch 349,99 US-Dollar (349,99 € bei Amazon), verglichen mit den 299,99 US-Dollar (329,99 €) für das Standard-Modell aus 2017 und 199,99 US-Dollar (229,99 €) für das tragbare Switch Lite-Gerät.

Laut einem Artikel von GameRant wurden damals die Herstellungskosten der Nintendo Switch von einer bekannten japanischen Firma namens Fomalhault bekannt gegeben. Die ungefähren Herstellungskosten betrugen etwa 257 US-Dollar. Nintendo hätte demnach, jedes Mal, wenn eine Switch-Konsole verkauft wird, mindestens 40 US-Dollar eingenommen. Das neue OLED-Modell kostet laut Bloomberg-Quellen angeblich nur etwa 10 US-Dollar mehr in der Herstellung, als das aktuell erhältliche Basis-Modell der Nintendo Switch.

Das 7-Zoll-OLED-Display der neuen Switch von Samsung Display Co. kostet laut Yoshio Tamura, Mitbegründer des Branchenforschungsunternehmens DSCC, zusätzliche 3 bis 5 US-Dollar pro Einheit. Die Erweiterung des internen Speichers auf 64 GB kostet laut Akira Minamikawa von Omdia weitere 3,50 US-Dollar. Die anderen hinzugefügten Komponenten, wie der neue Konsolenständer und der LAN-Port, sollen ein paar Dollar mehr hinzufügen.

Von Bloomberg-Reporter Takashi Mochizuki

In der Regel senken Hersteller die Kosten ihrer Konsolen im Laufe der Zeit, um Anreize für weitere Verkäufe zu schaffen, insbesondere wenn ein aktualisiertes oder verbessertes Modell auf den Markt kommt. Durch die Einführung eines teureren Upgrades bei gleichzeitiger aktiver Beibehaltung der Kosten bestehender Modelle soll Nintendo eine neue Preisstrategie untersuchen, die im Erfolgsfall Auswirkungen auf die gesamte Branche haben könnte. Wenn Nintendo beweist, dass die Dynamik ohne Preissenkungen aufrechterhalten werden kann, könnte dies zu einem Trend werden, und Bloomberg berichtet, dass der Konkurrent PlayStation die Situation aktiv beobachtet.

Sollte Nintendos Strategiewechsel trotz des Preisanstiegs die Verkaufsdynamik der Nintendo Switch ankurbeln, könnte dies einen Präzedenzfall dafür schaffen, branchenweit mehr Gebühren zu verlangen, sagte Hideki Yasuda, Analyst des Ace Research Institute.

Sony hätte die PlayStation 5 gut und gerne mit einem höheren Preis ansetzen können, da die Nachfrage nach der Konsole das Angebot bei weitem überstiegen hat und sie auf den einschlägigen Auktionshäusern zum teils doppelten Verkaufspreis gehandelt wird. Laut jemandem der PlayStation-Abteilung, der nicht namentlich genannt werden wollte, da er nicht befugt ist, über konkurrierende Unternehmen zu sprechen, beobachtet das Unternehmen jetzt genau die Marktreaktion auf Nintendos neuestes Konsolen-Upgrade.

Sollten die Schätzungen zutreffen, dass das Nintendo Switch OLED-Modell nur etwa 10 US-Dollar mehr kostet in der Produktion, bedeutet das nicht, dass das System nicht 349,99 € wert ist. Der Wert eines Produkts hängt vom Verbraucher ab, nicht von den damit verbundenen Gewinnspannen.

Die Nintendo Switch ist auf dem besten Weg, im laufenden Geschäftsjahr die 100-Millionen-Marke an verkauften Einheiten zu überschreiten. Die Nintendo Wii wurde über 100 Millionen Mal verkauft und ist damit eine der meistverkauften Spielkonsolen überhaupt.

3 comments
  1. Zum Update:
    “Während damit alle Gerüchte und Behauptungen zu einem Pro-Modell der Nintendo Switch mit 4K/DLSS erstmal zur Seite geschoben sind, können wir nach wie vor nicht ausschließen, dass eine solche Revision doch noch im Jahr 2022/2023 auf dem Markt erscheinen könnte.”
    Ihr gibt nie auf, was? :DDD

  2. 257 Dollar ist ja nur die Produktion. Dann muss ggf. noch der Endtransport an der Verkäufer bedacht werden. Dann muss an die Umstazsteuer gedacht werden, dann muss an die Marge des Verkäufers gedacht werden und diese Aufzählung ist gewiss nicht einmal vollständig. Diese zahlen legen viel eher nahe, dass im besten Fall Nintendo mit der Konsole selbst bei plus minus null herauskommt.
    Die künstliche Verknappung der Konsolen war ja bereits bei der Wii ein Thema. Dadurch schafft man ein Hype und Aufmerksamkeit. Die Preise die bei Ebay angeboten werden und manchmal sogar bezahlt werden, sind auch nicht stellvertretend für alle potenziellen Käufer. Hier kennen wir die berühmte Glocke. Es gibt, welche die bereit sind teuer zu zahlen, aber für die meisten ist der normale Preis genau richtig. Und dann gibt es natürlich noch Schnäppchenjäger wie mich 😉 Rein vom Marketing ist es immer vernünftig immer wieder Sonderangebote zu machen. Natürlich hat die Switch Klassik 350 Euro gekostet und jetzt ist der Preis auf 330 Euro gefallen. Ist jetzt kein Riesensprung, aber regelmäßig gibt es sie noch günstiger.

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