Nintendo hat uns in seine Eventräume nach Frankfurt eingeladen, um Metroid Prime 4: Beyond erneut (oder erstmals) in der Nintendo Switch 2 Edition auszuprobieren – und damit einen der technisch ambitioniertesten Titel der neuen Hybridkonsole zu präsentieren.
Unser Oliver hatte in Berlin das Vergnügen und ich durfte diesmal für eine längere Session meine schwitzigen Griffel sowohl an den Pro Controller als auch die Joy-Con 2 legen. Nach dem Anspielen steht fest: Samus Aran ist zurück – hübscher, präziser und mit einer Fülle an Neuerungen, die das klassische Prime-Gefühl spürbar modernisieren.
Ein fremder Planet voller Rätsel: Viewros
Nach einem unerwarteten Zwischenfall landet Samus auf dem geheimnisvollen Planeten Viewros, einer uralten Welt aus üppigen Dschungeln, Ruinen und fremdartigen Kreaturen. Der Auftrag ist klar: einen Weg nach Hause finden – doch wie so oft in Metroid Prime steckt hinter jeder Felswand und jeder Statue ein Geheimnis.
Mit Hilfe ihres neuen Scan-Visors, des Psy-Handschuhs und frischer Psy-Fähigkeiten untersucht Samus die Umgebung, liest uralte Schriftzeichen und deckt Hinweise auf, die ihren Rückweg sichern sollen. Diese Fähigkeiten verleihen ihr Macht über Objekte und Gegner: Türen lassen sich mit Gedankenkraft öffnen, Strahlen lenken, Mechanismen aus der Distanz aktivieren – eine evolutionäre Weiterentwicklung des bekannten Prime-Gameplays.
Samus Aran ist eine der besten Kopfgeldjägerinnen der Galaxie. Fähig, jedes Hindernis zu bewältigen – egal wie hoch das Risiko ist. Sind die ‚Lamorn‘ Freund oder Feind? Eine außerirdische Rasse, die einst auf dem Planeten Viewros lebte. Ein unbekannter Planet. Samus findet sich plötzlich mitten im Grün eines uralten Dschungels wieder.
Neue Technik, neue Möglichkeiten
Die Nintendo Switch 2 Edition von Metroid Prime 4: Beyond bietet:
- 4K-Auflösung im TV-Modus
- HDR-Unterstützung für intensivere Kontraste
- Bis zu 120 fps im Leistungsmodus
- Maus-Modus via Joy-Con 2-Controller
Spieler:innen können zwischen zwei Darstellungsmodi wählen:
- Qualitätsmodus: 4K / 60 fps (TV) oder 1080p / 60 fps (Handheld)
- Leistungsmodus: 1080p / 120 fps (TV) oder 720p / 120 fps (Handheld)
Wähle QUALITÄT, wenn du ein schöneres visuelles Erlebnis bevorzugst, oder LEISTUNG, wenn dir eine höhere Bildwiederholungsrate (fps) wichtiger ist. Bei Verbindung mit Fernsehern/Ausgabegeräten, die 120-Hz-Darstellung nicht unterstützen, oder bei Deaktivierung der 120-Hz-Darstellung in den Systemeinstellungen der Konsole wird automatisch vom Leistungsmodus zurück in den Qualitätsmodus gewechselt.

Der Wechsel zwischen beiden Modi ist jederzeit über die Optionen des Spiels möglich – ideal für alle, die wahlweise maximale Schärfe oder flüssiges Gameplay bevorzugen. Wir wurden auch dazu ermutigt, zwischen beiden Varianten zu wechseln und am Ende war der Qualitätsmodus meine bevorzugte Einstellung, da ich persönlich den Unterschied zwischen 60 und 120 fps kaum bis gar nicht spüre. Also präferiere ich das hübschere Bild. Teilt mir aber gerne mit, ob es für euch anders ist und die Performance am wichtigsten sein wird.
Metroid Prime 4: Beyond lief in meiner Anspielsession butterweich. Die Schwierigkeitsgrade „Leicht“ und „Normal“ waren von Anfang an zugänglich. „Schwer“ dürfte bei dem ein oder anderen später für Wiederspielwert sorgen. Die Verringerung des Schwierigkeitsgrads ist jederzeit möglich, kann jedoch zum Verlust von Belohnungen am Ende der aktuellen Mission oder des Spiels führen. Eine Änderung tritt erst beim nächsten Speichern des Spiels oder beim Erreichen eines Checkpoints in Kraft.
Maus- oder klassische Tastensteuerung?
Spannend finde ich den Maus-Modus. In der einen Minute hatte ich noch den Pro Controller in der Hand und in der anderen die Joy-Con 2. Der Wechsel läuft dabei nicht nahtlos. Wenn ihr die Joy-Con-Controller aktiviert, öffnet sich kurz das Fenster zur Controller-Verwaltung.
Anders sieht es aus, wenn man bereits die Joy-Con als primäre Steuerungsart verwendet und einen davon ablegt, um diesen als Maus zu verwenden. Einfach den rechten Joy-Con ablegen und wieder aufheben. Das Spiel passt eure bevorzugte Steuerung automatisch an.
Der rechte Joy-Con 2 ließ sich in meinem Fall wie eine Maus bewegen, um präzise zu zielen oder Gegner anzuvisieren, alternativ steht aber auch eine Pointer-Steuerung zur Verfügung.
Der Maus-Modus bietet ein ungewöhnlich hohes Maß an Präzision – kam für mich jedoch nicht an den Pro Controller heran. Einerseits ist man Tastensteuerung mehr gewohnt und andererseits werde ich zu Hause beim Zocken keinen ausreichend hohen Tisch vor mir stehen haben, außer ich zocke über eine Capture Card am PC.
Zudem finde ich es leicht verwirrend, dass sich die Tastenbelegung bei abgelegtem Joy-Con nicht verändert. A befindet sich plötzlich oben, X links […]
Technischer Eindruck und Performance
Wie oben schon angedeutet, lief das Spiel butterweich und ich konnte keine Ruckler wahrnehmen. Wenn man jahrelang die Nintendo Switch und somit vermehrt Spiele gewohnt war, die mal mehr oder weniger mit 30 fps über den Bildschirm flimmerten, bekommt man hier beeindruckend flüssige Bewegungen, stabile Bildraten und ein starkes Gefühl von Reaktionsgeschwindigkeit. Dennoch ist nicht alles perfekt: Ich konnte feststellen, dass die Nintendo Switch 2 Edition von Metroid Prime 4: Beyond ein wenig hinter ihren technischen Möglichkeiten zurückbleibt, aufgrund der vorhandenen Nintendo Switch-Version. Spannend wäre es, zu sehen, wie ein Switch 2-exklusives Metroid Prime 4: Beyond ausgesehen hätte.
Man muss nicht lange suchen, um Objekte im Vorder- oder Hintergrund zu sehen, die flach wirken. Low Poly– oder 2D-Modelle werden gerne genutzt, um Performance zu sparen.
Zudem sah man in Trailern, dass vor allem die etwas offeneren Areale schnell an Details verlieren, was der Nintendo Switch geschuldet ist. Das von mir gespielte Areal zeigte auf Nintendo Switch 2 aber auch seine Stärken – vor allem, wenn Licht durch die Baumwipfel drang. Ich musste einfach regelmäßig innehalten und die Optik des Spiels genießen!

Das Sounddesign und generell die musikalische Untermalung machen wie immer Spaß. Zu jeder Situation gibt es das passende Musikstück – egal ob während der Action, beim Erreichen einer Speicherstation oder beim Erhalten neuer Fähigkeiten für Samus.
Auch Neueinsteiger finden sich zurecht
Tutorials, erste Kämpfe, Einführung der Steuerung – all das erleichtert Neulingen den Einstieg und hilft Veteranen dabei, sich zu erinnern. Immerhin erhält Samus Aran ja auch völlig neue Fähigkeiten, die es zu erlernen und zu meistern gilt.
Es war stets spürbar, wie präzise sich Samus steuern lässt – und wie reibungslos Nintendo klassische Prime-Atmosphäre mit modernen Steuerungs- und Technikstandards verbindet.
Unsere Protagonistin kann beispielsweise Psy-Energiephären sowie Psy-Objekte telekinetisch kontrollieren. So lassen sich durch gedrückt halten von ZL Zielobjekte greifen und mithilfe des rechten Sticks lenken. Auch konnte ich Psy-Plattformen entdecken, die sich jedoch ausschließlich mit Psy-Stiefeln betreten lassen – welche ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht besaß. Also den Ort am besten merken und später dorthin zurückkehren.

Wie gewohnt scannt Samus Objekte und Lebensformen, um Spannendes über diese zu lernen. Das sind dann die ruhigen Momente des Spiels, welche aber sehr zur Geschichte und dem Verständnis des Planeten und seiner Bewohner beitragen. Wenn man mal nicht weiter weiß, scannt man die Umgebung, um mehr über sie in Erfahrung bringen zu können. Eine Ranke wies beispielsweise „sichtbare Wucherung“ auf und durch den Scan habe ich die Info bekommen, dass eine Zerstörung mit Standardwaffen möglich sei.
Kurz darauf hatte ich nicht nur einen Companion an meiner Seite, sondern auch den Raketenwerfer von Samus. Dieser ist ein von der Galaktischen Föderation entwickelter Sprengkörper für den Kampfeinsatz und stellt die Missile-Funktion des Waffenarms wieder her – praktisch!

Nachdem ich inmitten des Dschungel des Zorns (engl. „Fury Green“) auf Myles MacKenzie gestoßen bin – ein etwas nerdiger Techniker der Galaktischen Föderation und von da an mein Begleiter – zeigte sich noch eine Sache: englische Sprachausgabe!
MacKenzie ist hilfsbereit, aber auch ziemlich redselig und kommentiert einige Situationen im Spiel. Beim Einsatz von telekinetischen Fähigkeiten ist er verwundert, warum sich etwas wie von Geisterhand bewegt hat, im Kampf geht er teilweise in Deckung und lässt das nicht unerwähnt. Er möchte unserer Samus Aran nicht im Weg stehen, dabei scheint er einfach etwas ängstlich zu sein, was ich beim Anblick der Monster durchaus verstehen kann.
Ich habe seine Anwesenheit als „Sidekick“ genossen und fühlte mich weniger allein.

Das Motorrad Vi-O-La konnte ich in meiner Anspielsession nicht sehen und für mich blieb es auch beim Dschungel als Areal. Wie die offeneren Spielabschnitte wirken und was das Gefährt von Samus so alles draufhat, das erzählt euch Oliver in einem gesonderten Testbericht, sobald ihm das Spiel vorliegt. Kleinere Eingewöhnungsschwierigkeiten bei der Tastenbelegung und der praktischen Umsetzung des Maus-Modus zeigen mir, dass Nintendo hier Neuland betritt – aber eines, das großes Potenzial hat.
Ausblick und Ersteindruck
Mit Metroid Prime 4: Beyond führt Nintendo eines seiner langjährigsten Franchises in die Zukunft. Die Switch-2-Edition ist ein technisches Upgrade, das zeigt, was die neue Konsole leisten kann – und ein spielerisches Versprechen an alle, die seit Jahren auf ein neues Prime-Abenteuer warten. Ich bin gespannt, wie gut der Titel auf der ursprünglichen Nintendo Switch performen wird, habe aber keine Zweifel an den Fähigkeiten von Retro Studios. Wer kann, sollte aber besser zur Nintendo Switch 2-Version greifen.
Ob Maus-, Pointer- oder Knopfsteuerung, Qualitäts- oder Performance-Modus: Samus Aran kehrt zurück – in ihrer bisher besten Form.
Metroid Prime 4: Beyond erscheint am 4. Dezember 2025 für Nintendo Switch 2 und Nintendo Switch.
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