Star Fox 64 (hierzulande auch als Lylat Wars bekannt) gilt heute noch als eines der besten Spiele des Shoot-em-up-Genres, welches durch seine damalige hochwertige Grafik und komplette Synchronisation bekannt war. Aus dem Nichts hat Nintendo Anfang Mai eine (weitere) Überarbeitung des Klassikers angekündigt, welche einfach nur den Titel Star Fox trägt und hierbei als Reboot der kompletten Reihe fungieren soll.
Viele Fans hatten nach dem Auftritt von Fox McCloud im Super Mario Galaxy Film schon vermutet, dass Nintendo wieder an einem Ableger der Reihe arbeitet, und nun erhalten wir am 25.06.2026 einen neuen Ableger der Star-Fox-Reihe. Fans konnten schon in die Demo des Titels hereinschnuppern, wir hatten allerdings die Möglichkeit, in die Vollversion hereinzuschauen und möchten euch berichten, ob sich Star Fox tatsächlich als Reboot anfühlt oder doch nur als Remake wie der Nintendo-3DS-Teil Star Fox 64 3D.

Es war einmal im Lylat-System
Viele Jahre vor den Ereignissen von Star Fox wurde der Wissenschaftler Dr. Andross wegen seiner unerlaubten Experimente auf den fernab gelegenen Planeten Venom für immer verbannt und galt lange als tot und verschollen. Nachdem auf der Oberfläche von Venom ungewöhnliche Aktivitäten entdeckt wurden, hatte General Pepper, oberster General von Corneria, das Star-Fox-Team auf eine Erkundungstour entsandt. James McCloud, Peppy Hare und Pigma Dengar untersuchen den Planeten und stellen fest, dass dieser komplett von einer giftigen Atmosphäre umgeben ist. Daraufhin wird das Team von feindlichen Raumschiffen angegriffen, und Pigma stellt sich als Verräter heraus, welcher ab sofort für Andross arbeitet. Es geht ihm dabei nur ums Geld. James macht den Verräter durch ein riskantes Manöver kampfunfähig und verliert dabei einen seiner Flügel, sodass er nicht mehr mit Peppy zurück nach Corneria fliegen kann. Seit diesem Tag gilt James McCloud als verschollen, und das Star-Fox-Team wird nur noch von Peppy angeführt.
In der Gegenwart wurde das Star-Fox-Team aber von James McClouds Sohn Fox McCloud übernommen, und die neuen Mitglieder Slippy Toad und Falco Lombardi ziehen gemeinsam mit ihm in die Schlacht gegen Dr. Andross.

Anders als im Original erhalten wir vollwertige Zwischensequenzen, welche nicht nur die Missionen erläutern, sondern auch noch viele weitere Hintergründe des Star-Fox-Universums erklären. Zwischen jeder Mission erhaltet ihr ein (oder meist auch abgewandeltes) Briefing für eure nächste Mission. Je nachdem, wie ihr euch schlagt, sind die Zwischensequenzen auch anders oder ein wenig abgewandelt.
Als Beispiel erwähnt General Pepper nach erfolgreichem Abschluss der Mission in Sektor Y, dass es zwei potenzielle Ziele gibt: Katina, ein verbündeter Planet, der von einer großen Streitmacht angegriffen wird, oder auch Aquas, ein Wasserplanet, auf dem jedoch Feindaktivitäten entdeckt wurden. Hat man genug Abschüsse in Sektor Y erreicht, so kann General Pepper seine Truppen nach Katina schicken, und Team Star Fox kann Aquas erforschen. Sollte man das Ziel nicht erreicht haben, so wird die Feuerkraft des Teams in Katina gebraucht.
Diese Erklärungen sind kleine Feinheiten, welche Lücken geschlossen haben, die im Original existierten. Im Verlauf des Abenteuers wird Team Star Fox auch dem feindlichen Team Star Wolf begegnen, worunter sich auch der alte Bekannte Pigma Dengar befindet. Natürlich ist das gegnerische Team kein Problem für die vier Protagonisten, doch wenn man nicht aufpasst, können die eigenen Teammitglieder sehr schnell kampfunfähig werden.

Altbekanntes Gameplay im neuen Gewand
Star Fox ist primär ein On-Rail-Shooter mit gelegentlichen Passagen, in denen man sich frei bewegen muss und auf einem Schlachtfeld kämpft. In der Hauptkampagne könnt ihr nicht wie in klassischen Shoot-em-ups eine Route auswählen, sondern müsst durch spezielle Aufgaben innerhalb der Missionen eine alternative Route freischalten.
Prinzipiell ist die unterste Route (Corneria, Asteroidengürtel, Finchina, Sektor X, Titania, Bolse und Venom) die leichteste Route, und die oberen Planeten sind in den Missionen und allgemein auch schwerer aufgebaut. Die Aufgaben, welche man erfüllen muss, werden manchmal in den Briefings ein wenig angesprochen.
Das bekannteste Beispiel ist gleich am Anfang in Corneria, der ersten Mission: Ihr müsst mit Falco einen kleinen Hindernislauf durch 7 Steintore absolvieren. Seid ihr erfolgreich, so führt Falco euch in eine geheime Region von Corneria, wo ihr einen anderen Boss bekämpfen müsst. Somit stehen euch nun zwei Missionen zur Verfügung: einmal Sektor Y auf der schweren/mittleren Route oder der Asteroidengürtel auf der leichten Route. So könnt ihr durch euer Können (oder eben durch Fehler, die euch passieren) auf eine andere Route katapultiert werden und vielleicht von eurem gewünschten Pfad abweichen.
Ihr könnt natürlich jederzeit eine Mission, auf Kosten eines Lebens, wiederholen. Doch ihr verliert dadurch alle Upgrades, die ihr zuvor gesammelt habt. Diese Funktion ist also mit Bedacht zu verwenden, denn einige Missionen (wie z. B. Sektor Z) sind mit dem einfachen Laser extrem schwer.

Jede Mission verfolgt nicht nur andere Ziele, sondern mitunter müsst ihr auch alternative Geräte steuern. Darunter fällt der Landmaster, ein landgebundener Panzer, und die Blue-Marine, ein Unterwasserboot, welches von Slippy mit mächtigen Waffen für die Erkundung von Aquas ausgerüstet wurde – für die Erkundung von Aquas.
Der Landmaster besitzt, wie auch der Arwing, einen Laser, der sich aufladen lässt, allerdings ist dieser nicht aufwertbar. Anders als der Laser vom Arwing ist die Kanone vom Landmaster allgemein aber mächtiger, sodass Feinde schneller abgeschossen werden können. Über die Schultertasten kann der Panzer sogar für eine gewisse Zeit fliegen, um über Hindernisse hinwegzugleiten.
Die Blue-Marine ist ein etwas trägeres Gefährt, welches aber mit einer unendlichen Menge an Torpedos ausgestattet ist. Diese sind aber auch nötig, da ihr an einigen Stellen des Planeten sonst gar nichts mehr sehen könnt – Slippy hat diese Torpedos nämlich mit Leuchtkörpern für die Erkundung ausgestattet. Das U-Boot wird allerdings nur für eine Mission genutzt, was ein wenig schade ist.

Der Arwing selber besitzt Laser-Kanonen, die bis zu zweimal aufgewertet werden können. Diese Upgrades nehmt ihr auch in eurer Kampagne fortlaufend mit, habt allerdings die Möglichkeit, diese wieder zu verlieren. Geht ihr zu Boden, oder wird einer eurer Flügel zerstört, so verliert ihr auch alle gesammelten Upgrades. Ihr müsst also zuerst eure Flügel wieder reparieren und danach die versteckten Upgrades auf den Missionen erneut ausfindig machen.
Sollte einer oder gar beide Flügel eures Schiffs beschädigt sein, so ist eure Manövrierfähigkeit ebenfalls eingeschränkt. Ihr verliert ständig an Flughöhe und driftet in die jeweilige Richtung des zerstörten Flügels ab. Sind beide beschädigt, verliert ihr noch schneller an Höhe. Im normalen Spielmodus könnt ihr bis zu drei direkte Treffer mit Objekten (nicht Projektilen) erleiden, bis eure Flügel beschädigt sind. Im Expertenmodus sieht das anders aus, dazu aber später mehr.
Mit den mächtigen Bomben, welche ihr überall findet, richtet ihr flächendeckend Schaden an Feinden an, und große Gruppen sind somit kein Problem mehr für euch. Bis zu neun Bomben könnt ihr im Arwing aufbewahren. Euren Laser könnt ihr jederzeit aufladen und Feinde anvisieren. Dieser verfolgt diese nicht nur, sondern richtet auch (wenn auch kleiner als bei der Bombe) Flächenschaden an. Trefft ihr mehrere Gegner damit, so erhaltet ihr sogar einen Bonus auf eure Abschusstreffer. Diese sind essenziell für das Sammeln von Medaillen.

High-Score-Jagd und der Drang zum Sammeln
Star Fox war auch damals schon für seinen sehr hohen Wiederspielwert bekannt, und das hat sich auch hier nicht geändert. Neben den unterschiedlichen Routen und verschiedenen alternativen Missionen und Planeten könnt ihr jetzt auch noch viele weitere Features genießen und freischalten.
Wie damals auch hat jeder Planet eine Medaille, die ihr euch verdienen könnt, sowohl im normalen Modus als auch im Expertenmodus. Den Expertenmodus jedoch schaltet ihr erst frei, wenn ihr euer Können bewiesen habt und jede Medaille im normalen Modus erhalten habt. Einige sind relativ leicht zu erhalten, und ihr müsst nur schnell genug die Feinde bezwingen (wie z. B. Team Star Wolf). Missionen in Sektor Z oder auch Solar erfordern mehr Planung bzw. Bomben für das Erreichen des Abschussziels für die Medaille.
Dies allein erhöht den Wiederspielwert enorm, abseits vom Freischalten aller Missionen über die eigentlich recht kurze Kampagne (welche in unter einer Stunde abgeschlossen werden kann).
Solltet ihr den Expertenmodus freigeschaltet haben, so entwickelt sich Star Fox auf einmal zu einem Spiel, welches keine Fehler vergibt. Gegner fügen wesentlich mehr Schaden zu, sodass ihr nach wenigen Treffern schon einen Absturz befürchten müsst. Solltet ihr auch nur ein Hindernis auf den Missionen treffen, so verliert ihr sofort einen Flügel und seid somit wieder auf euren normalen Laser angewiesen. Da die Feinde wesentlich zahlreicher und die Bosse hartnäckiger sind, habt ihr somit wieder größere Probleme als vorher. Auf der anderen Seite sind die Medaillen in der Regel leichter zu erhalten, da wesentlich mehr Ziele zum Abschießen bereitstehen.
Doch leider gibt es noch ein weiteres Feature, welches den Erhalt einer Medaille verhindern kann: eure Teammitglieder.

Slippy, Peppy und Falco haben einen eigenen Lebensbalken, und dieser sinkt nur, wenn sie von Feinden verfolgt werden und ihr nicht schnell genug diese Verfolger abschießt, oder wenn ihr „aus Versehen“ mit euren eigenen Waffen eure Teamkollegen treffen solltet.
Sollte ein Teammitglied kein Leben mehr haben, so habt ihr natürlich die Möglichkeit, die Mission zu wiederholen, oder ihr müsst eine Mission ohne die Person auskommen. Das Problem dabei ist, dass ihr Medaillen nur erhalten könnt, wenn alle drei Teammitglieder am Leben sind und nicht in Reparatur. Gerade im Expertenmodus ist es öfter vorgekommen, dass durch einen kleinen Fehler ein Mitglied (meistens Slippy) schweren Schaden erlitten hat und somit der Abschluss mit Medaille unmöglich war.
Den Expertenmodus zu spielen lohnt sich aber auch ohne die High-Score-Jagd, denn ihr schaltet wertvolle Einträge im Holoviewer frei, wo ihr mehr über die Geschichte von Star Fox erfahrt.

Der Holoviewer ist quasi ein Kompendium, welches sich stetig beim Spielen füllt und in dem ihr über beinahe alle Objekte, Personen oder auch Planeten ausführliche Informationen erhaltet. Viele davon sind auch komplett neu und bauen das Universum aus, was es vermutlich für zukünftige Titel vorbereitet. Ich habe mehrere Stunden damit verbracht, die Einträge ausführlich durchzulesen, und es kam mir ein wenig so vor, als ob ich ein Buch über Star Fox gelesen hätte.
Neu ist aber auch der Herausforderungsmodus. Anders als im Nintendo-3DS-Remake sammelt ihr hier keine Medaillen über High Scores, sondern bekommt pro Planet zwölf Missionen vorgesetzt, die manchmal eine sehr andere Spielweise benötigen. Die ersten sechs Missionen sind für den normalen Modus und die letzten sechs für den Expertenmodus.
Als Beispiel für eine normale Mission gilt es, alle Satellitenschüsseln in Corneria abzuschießen, und die Expertenmission beinhaltet, dass kein Gebäude während der Mission auf Corneria umstürzen darf. Diese bringen noch einmal einen großen Anreiz, die Missionen aus einem anderen Blickwinkel zu absolvieren. Als Belohnung erhaltet ihr Holoviewer-Einträge oder auch Schlachtbanner, welche ihr ausrüsten könnt.

Das Schlachtbanner ist für den neuen Schlachtmodus, in dem ihr als Team gegen ein gegnerisches Team auf verschiedenen Karten antreten müsst. Anders als damals habt ihr neben dem üblichen Abschießen des gegnerischen Teams auch andere Ziele, welche euch wertvolle Punkte für den Sieg verschaffen. In der Corneria-Schlacht müsst ihr Türme verteidigen und in dem Umfeld bleiben, damit euer Team die Punkte erhält.
Habt ihr gerade keine acht Freunde parat, so könnt ihr gegen Bots kämpfen. Diese könnt ihr auch noch in ihrer Schwierigkeit und KI separat einstellen und schwerer oder auch leichter machen. Ein sehr netter Zeitvertreib, der sofort an die guten Zeiten am Nintendo 64 mit Freunden erinnert, jetzt halt lokal oder online.
Dies gilt übrigens für alle Spielmodi, welche der Titel bietet. Die Schlacht könnt ihr lokal über GameShare ausführen, online über GameShare oder auch allgemein online gegen andere Spieler. In der Kampagne und dem Herausforderungsmodus könnt ihr zusammen mit einer weiteren Person lokal oder auch über GameShare spielen. Ein Spieler übernimmt die Steuerung des Piloten, und der andere steuert als Richtschütze das Geschütz.
Dabei kann und soll der zweite Spieler auch auf den neuen Maus-Modus zurückgreifen, welchen der Titel anbietet. Es fühlt sich zwar ungewohnt an, aber der Maus-Modus ist ein komplett anderes Spielerlebnis und ist definitiv eine ordentliche alternative Spielweise für den Titel. Ihr steuert den Arwing nicht mit einem Joystick, sondern direkt mit der Maus. Wie gesagt, ungewohnt, aber sehr präzise bei der Steuerung. So könnt ihr jederzeit sicherstellen, dass ihr auch die Schwachstelle von Feinden oder Bossen trefft.

Fell, das man streicheln möchte
Es ist kein Geheimnis, dass Star-Fox-Spiele auf beinahe jeder Konsole ein Vorzeigetitel für hochwertige Grafik und Musik waren. Lylat Wars war hier natürlich keine Ausnahme und sieht auch heute, dem Alter entsprechend, noch gut aus. Als einer der wenigen N64-Titel bot dieser sogar komplette englische Sprachausgabe.
Star Fox für Nintendo Switch 2 setzt hier ebenfalls wieder auf eine komplette Synchronisation, allerdings in über 10 verschiedenen Sprachen, welche jederzeit über das Pausenmenü geändert werden können. Einziger Nachteil ist, dass die alte Lylat-Sprache nicht mehr verfügbar ist. Vielleicht finden einige Menschen ja mit Niederländisch eine gewisse Ähnlichkeit.
Die deutsche Sprachausgabe ist sehr hochwertig, und die Sprecher wurden passend für die Charaktere gewählt. Star Fox klingt energetisch und abenteuerlustig, Peppy klingt wie ein fürsorglicher Onkel, Slippy klingt jung, verspielt und unerfahren, und Falcos Sprecher zeigt seine überhebliche Art sehr gut. Dies ist sehr erfreulich, denn die deutsche Sprachausgabe bei Star Fox 64 3D war nicht gerade für ihre Qualität bekannt.
Alten Fans fällt jedoch auf, dass die Übersetzung und Texte teils komplett überarbeitet wurden. Klassiker wie „Do a Barrel Roll“ oder „Hey Einstein, I am on your side“ werdet ihr nicht mehr hören, jedoch natürlich in einer abgewandelten Art.
Neben der Sprachausgabe hat die Musik auch eine ordentliche Überarbeitung bekommen, und ein Großteil der Tracks ist komplett orchestriert. Einige Titel konnten wir schon in der Demo und der Nintendo Music!-App hören – die ganzen alten Klassiker von Koji Kondo wurden neu interpretiert. Das ein oder andere Mal kam pure Gänsehaut bei mir auf, weil die Musikuntermalung so wunderschön getroffen wurde und beinahe aus einem Hollywood-Film stammen könnte.

Die Grafik braucht sich vor keinem anderen Titel auf Nintendo Switch 2 zu verstecken. Star Fox bietet eine gestochen scharfe Optik sowohl im Gameplay als auch in den Zwischensequenzen. Das Redesign des Teams ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber konsequent dem originalen Cast nachempfunden. Die Charaktere sehen richtig gut aus und strotzen nur so vor kleinen Details. Slippys Haut glänzt, was logisch ist, da er ein Frosch ist. Sein Anzug ist mit vielen kleinen Details bestückt, welche zeigen, dass er ein Ingenieur ist.
Das Redesign der Planeten ist unglaublich, denn es wurden so viele kleine Details hinzugefügt, die das ein oder andere Gebiet nahezu komplett anders aussehen lassen. Der Planet Solar sah auf dem Nintendo 64 schon gut aus, aber auf Nintendo Switch 2 hat man das Gefühl, man schmilzt gleich, da all die schönen Effekte die Hitze visuell spürbar machen. Dasselbe gilt für die Sektoren X, Y und Z. Sektor Y wirkt durch die Zerstörung des Forschungslabors von Andross wie ein Schrottplatz im Weltraum, aber man erkennt viele Strukturen, und es wirkt als großes Ganzes.
Im Original ploppten auch Schlachtschiffe oder Gegner manchmal aus dem Nichts auf – das passiert hier nicht mehr, und ihr könnt frühzeitiger planen, welche Feinde ihr zuerst abschießen wollt. Star Fox wurde optisch mit sehr viel Liebe aufgewertet, wobei man sich gleichzeitig auch treu an das Quellmaterial gehalten hat. Corneria sah im Original bereits zerstört aus, doch im neuesten Teil ist überall noch Rauch und Staub, der Himmel ist grau, und man kann die Zerstörung richtig nachempfinden.
Dabei findet das Gameplay mit dauerhaft flüssigen 60 Bildern pro Sekunde statt. Es bleibt spannend zu sehen, wie Nintendo das Ocarina of Time Remake später im Jahr aufbereiten wird. Was Star Fox hier aber schon gezeigt hat, sollte Standard werden.

Seien wir mal ehrlich: Star Fox 64 ist schon damals ein Ausnahmetitel gewesen, und man hat gesehen, dass bessere Grafik allein nicht zwingend das Spiel perfekt macht (siehe Nintendo-3DS-Remake). Bei Star Fox wurde viel Herzblut und Liebe hineingesteckt, damit das Original im Kern immer noch zu spüren, gleichzeitig aber auch in der aktuellen Zeit angekommen ist. Die neuen Inhalte, besonders die zusätzlichen Story-Aspekte und Cutscenes, haben das Spiel genau dort ergänzt, wo es Sinn gemacht hat.
Das zeitlose Gameplay mit dem wunderbaren Routensystem und den alternativen Missionen ist kein bisschen gealtert und fühlt sich immer noch nicht altbacken an. Der Herausforderungsmodus bietet viele kreative Missionen, welche ihr erfüllen müsst, damit ihr alles aus dem Spiel herausholen könnt. Die angenehme Spiellänge sorgt dafür, dass ihr schnell ein oder zwei Kampagnen spielen könnt.
So macht man ein Reboot – und jetzt macht bitte eine Fortsetzung!
Star FoxPro
- Herausforderungsmodus und Schlachtmodus sind gute Ergänzungen
- Herausragende Grafik mit neuen Zwischensequenzen
- Holoviewer erweitert die Lore enorm
- Die Musik im Spiel wurde auf das nächste Level befördert
- Maus-Modus ermöglicht eine komplett andere und erfrischende Spielweise
Contra
- Für Kenner des Originals vielleicht nicht im Umfang erweitert genug
- Keine neuen Missionen
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