Die Frage nach einem möglichen Japan-Setting begleitet die Resident-Evil-Reihe bereits seit vielen Jahren. Obwohl die Horrorserie bislang überwiegend in den USA und anderen internationalen Schauplätzen angesiedelt war, könnte sich das in Zukunft ändern.
In einem Interview mit dem japanischen Magazin Futaman sprach Produzent Masato Kumazawa über die Zukunft von Resident Evil Requiem und der gesamten Reihe. Dabei erklärte er, dass ein Schauplatz in Japan durchaus ein Thema innerhalb des Entwicklerteams sei.
Ich denke, ein japanisches Setting ist etwas, worüber jeder japanische Resident-Evil-Fan schon einmal nachgedacht hat – und ich habe ebenfalls darüber nachgedacht. Da das Entwicklungsteam hauptsächlich in Japan sitzt, hat vermutlich jedes Teammitglied diesen Gedanken schon gehabt. Obwohl Japan bisher noch nie als Schauplatz der Spiele genutzt wurde, könnte es irgendwann in der Zukunft passieren.
Eine konkrete Bestätigung für einen zukünftigen Serienteil in Japan stellt diese Aussage zwar nicht dar. Dennoch ist es eines der deutlichsten Signale bisher, dass ein solcher Schauplatz innerhalb des Teams diskutiert wird.
Keine festen Regeln für die Zeitlinie
Kumazawa erklärte außerdem, dass die Reihe keiner starren Chronologie folgt. Zwar seien Figuren wie Leon S. Kennedy im Laufe der Jahre sichtbar gealtert, dennoch passe man die Zeitlinie stets an die Geschichte und die jeweiligen Charaktere an.
So habe die Serie in der Vergangenheit bereits Ereignisse zwischen bestehenden Spielen eingefügt. Kumazawa erklärte, dass Resident Evil Requiem Szenen enthält, die acht Jahre vor der Haupthandlung sowie in noch früheren Zeiträumen spielen.
Capcom möchte weiterhin neue Wege gehen
Laut Kumazawa wolle Capcom die Kernelemente der Reihe bewahren, gleichzeitig aber auch neue Ideen ausprobieren.
Wenn wir immer wieder dieselbe Art von Spiel veröffentlichen, werden die Spieler irgendwann gelangweilt sein. Deshalb möchten wir auch in Zukunft neue Herausforderungen annehmen.
Silent Hill hat den Schritt bereits gewagt
Während Resident Evil bislang keinen Ableger in Japan erhalten hat, ging Konami mit der Horrorreihe Silent Hill f bereits einen anderen Weg. Der 2025 veröffentlichte Serienteil verlegte die Handlung erstmals in ein japanisches Dorf der 1960er-Jahre.
Ob Resident Evil diesem Beispiel folgen wird, bleibt abzuwarten. Die Aussagen von Kumazawa zeigen jedoch, dass ein Japan-Setting innerhalb des Entwicklerteams längst kein Tabuthema mehr ist.
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