Die Nintendo Switch 2 hat tatsächlich einiges unter der Haube – nur die Mausfunktion der Joy-Con konnte bislang noch nicht so recht überzeugen. Drag x Drive war eine nette Techdemo, die mit 19,99 € nicht gerade günstig ist. Während einige andere Spiele das Feature bislang nur am Rande nutzen, zeigt ausgerechnet Pokémon Pokopia, wie sinnvoll diese Steuerungsoption in der Praxis sein kann.
Eine Funktion, die bislang selten im Fokus stand
Zum Start der Konsole wurde die Maussteuerung zwar als neue Möglichkeit für Entwickler vorgestellt, doch bislang kommt sie nur in wenigen Spielen wirklich zum Einsatz. In manchen Titeln wirkt sie eher wie eine optionale Ergänzung – ein nettes Extra, aber kein entscheidender Bestandteil des Gameplays.
Gerade deshalb überrascht es, dass Pokémon Pokopia die Funktion so effektiv einbindet.
Präziser bauen, abbauen und platzieren
Das Spiel setzt stark auf Aktivitäten wie Bauen, Abbauen, Sammeln und Platzieren von Objekten. Spieler stellen zerstörte Gebiete wieder her und arbeiten sich durch verschiedene Regionen der Kanto Region, in denen zahlreiche Aufgaben erledigt werden müssen.
Hier zeigt sich schnell ein Vorteil der Maussteuerung: Präzision.
Mit einem Cursor lassen sich Blöcke deutlich gezielter auswählen als mit klassischen Analogsticks. Das bedeutet zum Beispiel:
- weniger Fehlklicks beim Entfernen einzelner Blöcke
- präziseres Platzieren von Bauelementen
- schnelleres Arbeiten bei Sammel- oder Abbauaktionen
Gerade bei kleineren Anpassungen – etwa beim Platzieren einzelner Bausteine – fühlt sich die Steuerung deutlich direkter an.
Mehr Kontrolle bei größeren Projekten
Besonders bei größeren Bauprojekten kann die Maussteuerung Vorteile bringen. Brücken, Gebäude oder andere Strukturen lassen sich schneller errichten, weil Objekte einfacher und genauer positioniert werden können.
Besonders beim Entfernen von Trümmern oder beim Abbauen von Ressourcen zeigt sich der Unterschied: Statt grob in eine Richtung zu zielen, können Spieler genau den Block auswählen, den sie bearbeiten möchten.
Ein gutes Beispiel für das Potenzial der Funktion
Pokémon Pokopia zeigt damit, dass die Maussteuerung der Nintendo Switch 2 mehr sein kann als nur ein technisches Experiment. Richtig eingesetzt kann sie das Gameplay tatsächlich verbessern – besonders in Spielen, die viel Feinarbeit beim Platzieren und Bearbeiten von Objekten verlangen.
Ob weitere Entwickler diese Möglichkeiten in Zukunft stärker nutzen werden, bleibt abzuwarten. Pokémon Pokopia liefert aber bereits jetzt ein gutes Beispiel dafür, wie sinnvoll die Funktion eingesetzt werden kann.