Pokémon Pokopia wirkt auf den ersten Blick wie eines der ungewöhnlichsten Pokémon-Projekte der letzten Jahre. Das kommende Life-Sim-Spin-off für Nintendo Switch 2 lässt euch als humanoides Ditto eine zerstörte Zivilisation wieder aufbauen – gemeinsam mit bekannten Pokémon. Doch woher stammt diese überraschende Idee eigentlich?
Laut Game-Freak-Produzent Shigeru Ohmori liegen die kreativen Wurzeln von Pokémon Pokopia tiefer, als man zunächst vermuten würde – und führen zurück bis zu Pokémon Rubin & Saphir auf dem Game Boy Advance.
Shigeru Ohmori über die Ursprünge von Pokémon Pokopia
In einem Interview mit VGC (Video Games Chronicle) erklärte Ohmori, wie das Projekt während der Arbeiten an Pokémon Karmesin & Purpur seinen Anfang nahm:
Während ich an Pokémon Karmesin und Purpur gearbeitet habe, habe ich ständig nach neuen Möglichkeiten für Pokémon gesucht. Das hat mich zurück zu meiner Zeit bei Rubin und Saphir geführt, als ich diese Lebensräume erschaffen und Pokémon dort zum ersten Mal erlebt habe. Daraus entstand der erste Prototyp für dieses Spiel.
Ohmori war Anfang der 2000er-Jahre maßgeblich an der Kartenentwicklung von Rubin & Saphir beteiligt. Gerade das Platzieren von Grasflächen und das damit verbundene Auftauchen von Pokémon habe ihn nachhaltig geprägt.
Lebensräume statt Kämpfe: Ein zentrales Pokopia-Konzept
Im Gespräch mit VGC beschreibt Ohmori, wie stark ihn das Erschaffen von Pokémon-Habitaten bis heute fasziniert:
Dieses Gefühl, Pokémon beim Erstellen ihrer Umgebung quasi zum Leben zu erwecken, ist mir bis heute sehr wichtig.
Genau dieser Gedanke bildet das Fundament von Pokémon Pokopia. Statt klassischem Sammeln und Kämpfen steht hier das Gestalten von Lebensräumen im Mittelpunkt. Pokémon erscheinen abhängig von Objekten, Umgebung und ihren Vorlieben – etwa wenn Ditto einen Sandsack aufstellt, um Nockchan anzulocken, oder eine Angel platziert, um Karpador anzuziehen.
Geheimbasen als Inspiration
Ein weiteres wichtiges Vorbild nannte Ohmori ebenfalls gegenüber VGC: die Geheimbasen aus Pokémon Rubin & Saphir.
Ich möchte Pokémon über das Kämpfen hinaus weiterentwickeln und neue Möglichkeiten erkunden.
Pokémon Pokopia greift genau diesen Ansatz auf und skaliert ihn zu einem vollständigen Spielkonzept, das sich bewusst vom klassischen Serienkern löst.
Lore bleibt unangetastet
Game Director Takuto Edagawa betonte im gleichen Interview mit VGC, dass trotz neuer Ideen großer Wert auf die Pokémon-Geschichte gelegt wurde:
Alles, was Pokémon in diesem Spiel tun, basiert auf bereits existierendem Lore. Wir wollten auf keinen Fall bestehende Canon-Elemente brechen.
Das erklärt, warum das Verhalten der Pokémon in Pokopia stark an ihre bekannten Eigenschaften und Vorlieben angelehnt ist.
Pokémon Pokopia erscheint am 5. März 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2.
Für Fans, die auf ein neues Animal Crossing warten – oder sich frischen Wind im Pokémon-Universum wünschen – könnte Pokopia genau zur richtigen Zeit kommen.