Mit dem Launch der Nintendo Switch 2 am 5. Juni 2025 rückt die neue Hybrid-Konsole in greifbare Nähe – und die Technik-Experten von Digital Foundry haben sich die Spezifikationen des Systems genau angeschaut. Im Fokus steht dabei vor allem der maßgeschneiderte Nvidia T239-Chip, der als Herzstück der Konsole fungiert.
Dank geleakter Informationen und offizieller Präsentationen konnte sich Digital Foundry ein erstaunlich klares Bild der tatsächlichen Leistung machen – und die überrascht vor allem mit Effizienz und Architektur-Vorteilen.
T239: Weniger Kerne, aber moderne Architektur
Laut Digital Foundry basiert der T239 auf Nvidias Ampere-Architektur – bekannt aus der RTX-30-GPU-Serie. Im Vergleich zum größeren T234-Chip wurde der Switch-2-Prozessor jedoch stark angepasst:
- CUDA-Cores: 1536 (vs. 2048 im T234)
- Speicherinterface: 128 Bit (vs. 256 Bit)
- Chipgröße: ~200 mm² (deutlich kleiner als der T234 mit 455 mm², aber größer als beim Steam Deck)
- CPU: Angepasste ARM-Kerne mit 1,1 GHz
- GPU-Takt: 561 MHz
Diese Spezifikationen spiegeln eine klare Ausrichtung wider: Maximale Energieeffizienz bei konkurrenzfähiger Leistung – vor allem im Vergleich zur PS4 und Steam Deck.
PS4-Leistung bei einem Bruchteil des Energieverbrauchs?
Laut Richard Leadbetter von Digital Foundry liefert die Switch 2 im Docked-Modus eine Leistung, die mit der PS4 mithalten kann – allerdings mit deutlich weniger Energieverbrauch:
Die Switch 2 verbraucht im Betrieb etwa 10 Watt – ein Drittel der Leistung eines Steam Decks.
Während Valves Handheld bis zu 28 Watt zieht, punktet Nintendo mit Effizienz. Das zeigt sich auch in den bisherigen Third-Party-Demos – darunter beeindruckende Umsetzungen von Final Fantasy VII Remake Intergrade und Elden Ring. Leadbetter merkt an, dass diese Spiele zwar nicht völlig überraschend sind, aber die Erwartungen voll erfüllen – auch wenn noch wenige Titel DLSS-Unterstützung zeigen.
UFS-Speicher und schnelle Ladezeiten
Ein weiteres Upgrade: 256 GB UFS-Speicher mit dedizierter Dekomprimierungs-Hardware, die Ladezeiten drastisch reduziert. Entwickler profitieren hier von moderner Architektur, wie sie auf der PS4 in dieser Form nicht vorhanden war.
„Star Wars Outlaws auf Switch 2 wird spannend – das gezeigte Material sah fast zu gut aus, um wahr zu sein“, so Leadbetter.
Switch 2 ist kein Steam Deck-Killer – aber verdammt nah dran
Ob die Nintendo Switch 2 ein direkter „Steam Deck Killer“ ist, lässt sich laut Digital Foundry noch nicht abschließend sagen. Im angedockten Modus sieht man klare Vorteile – bei mobilen Spielen hängt vieles noch von der DLSS-Integration und dem thermischen Management ab.
Dennoch steht fest: Mit der Kombination aus moderner Architektur, effizienter Energieverwaltung und überraschend starker Third-Party-Performance gelingt Nintendo ein technischer Spagat, den viele der Konsole nicht zugetraut hätten.
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