Kurz vor den Feiertagen hat Bloober Team Layers of Fear überraschend auf Nintendo Switch 2 veröffentlicht – und sorgt damit bei der Technik-Community für Aufsehen. Digital Foundry hat die Switch-2-Version nun ausführlich analysiert und bestätigt: Das Spiel nutzt Unreal Engine 5 samt Lumen – und erreicht im Docked-Modus teils nahezu stabile 60 FPS.
Software-Lumen statt Hardware-Raytracing
Digital Foundry vergleicht die Switch-2-Version direkt mit der Xbox Series S und stellt fest:
Auf Nintendo Switch 2 kommt Software-Lumen zum Einsatz, inklusive ray-traced Global Illumination (RTGI) mit dynamischen Lichtbounces. Typische Merkmale wie leicht körnige Beleuchtung und verzögertes Reagieren auf Lichtänderungen sind sichtbar. Reflexionen über Lumen fehlen jedoch vollständig, und Screen Space Reflections gibt es ebenfalls nicht.
Neben sichtbarem Rauschen kommt es teils zu:
- weniger feinen Schatten
- Light-Leakage
- vereinzelten Szenen ohne Ambient Lighting
Je nach Bereich fällt der Unterschied zur Series S stärker oder schwächer aus.
Auflösung, Grafik und Performance
Weitere Einschnitte betreffen:
- reduzierte Texturen
- niedrigere Schattenqualität
- vereinfachte Volumetrik
- teils downgradete Transparenzeffekte
Die interne Auflösung liegt häufig um 540p, mit Dynamic Resolution Scaling, vermutlich kombiniert mit UE5-TSR oder einer sehr sparsamen DLSS-Variante.
60 FPS im Docked-Modus – trotz UE5
Besonders spannend:
Die Switch-2-Version zielt im Docked-Modus klar auf 60 FPS ab und erreicht diese über weite Strecken – ein starkes Ergebnis für ein UE5-Spiel mit Lumen. Allerdings gibt es:
- das bekannte Unreal Engine 5-Kamera-Stutter-Problem
- mindestens eine Szene mit Drops in den 30–40 FPS-Bereich
Im Handheld-Modus bleibt die Auflösung ähnlich, die Bildrate ist jedoch unlocked und pendelt meist zwischen 40–50 FPS, allerdings mit starkem Stuttering. Ein fester 30-FPS-Modus wäre hier wohl sinnvoller gewesen.
Bedeutung für zukünftige Switch-2-Spiele?
Digital Foundry bewertet den Port als technisch spannend, auch wenn Kompromisse klar sichtbar sind. Dass Nintendo Switch 2 aber Lumen-basierte Beleuchtung mit akzeptabler Performance stemmen kann, gilt als wichtiger Fingerzeig für kommende Unreal Engine 5-Titel. Epic arbeitet zudem an einer noch effizienteren Variante – der Lumen Irradiance Cache – die speziell für leistungsschwächere Systeme ausgelegt ist.
Fazit: Kein echtes Weihnachtswunder – aber eine beeindruckende technische Machbarkeitsstudie, die Hoffnung auf ambitionierte Switch-2-Ports macht.
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