Mit dem bevorstehenden Release von GRID Legends: Deluxe Edition für Nintendo Switch 2 hat Digital Foundry ein technisches Urteil zum Spiel veröffentlicht, das Details wie Bildrate und Auflösung abdeckt. Besonders interessant ist dieser Release, da es unterschiedliche Modi für den Docked- und Handheld-Betrieb gibt.
Wir mögen GRID Legends sehr und begrüßen seine Veröffentlichung auf Nintendo Switch 2. Die traurige Wahrheit ist, dass Arcade-Rennspiele als Genre stark rückläufig sind und – abgesehen von Forza Horizon (das auf der Nintendo-Hybridkonsole immer noch mysteriöserweise fehlt) – neue Releases rar geworden sind. Wenn ihr also genug von Fusion Fusion habt, können wir GRID Legends wärmstens empfehlen – nicht zuletzt, weil es vollgepackt ist mit verschiedenen Grafikmodi, die speziell auf die Switch 2 zugeschnitten wurden.
Vergleich mit PlayStation 4 und Xbox Series S (Docked)
Zunächst wurde der neue Port von Feral Interactive mit den Versionen für PlayStation 4 und Xbox Series S verglichen.
Der Docked-Modus ist dabei interessant: Er bietet sämtliche visuellen Features der leistungsstärkeren Konsolen, läuft jedoch in einem 30-fps-„Graphics“-Modus. Im Vergleich zur PS4 nutzt die Switch 2 DRS (Dynamic Resolution Scaling) in einem Bereich zwischen 1080p und 1440p, während die ältere Sony-Konsole mit einer festen Auflösung von 1080p arbeitet. Dadurch wirkt die Switch-2-Version sauberer und schärfer – trotz der Nutzung von Standard-TAA statt DLSS.
Im Vergleich zur Series S ist der 30-fps-Graphics-Modus der Switch 2 im Wesentlichen gespiegelt, allerdings läuft er auf der Xbox mit 60 fps. Dynamische Cubemaps werden für Reflexionen in GRID Legends verwendet und laufen auf beiden Systemen mit 30 fps. Das bedeutet, dass die Switch 2 diese Reflexionen mit voller Rate berechnet, während die Series S sie nur mit halber Rate darstellt.
Die Auflösung ist ebenfalls interessant: Beide Systeme zielen auf 1440p ab, aber durch DRS läuft die Switch 2 typischerweise mit einer etwas höheren effektiven Auflösung. Leider hält die Series S die 60 fps nicht mehr stabil – sie erreicht mittlerweile keine konstante Bildrate mehr.
Docked-Vergleich: Switch 2 vs. PS4
| Typical Resolution(Approx) | Frame-Rate Target | Dynamic Cubemap Update Rate | Environmental Shadows | Volumetric Lights | Trackside SSR | |
| Docked Performance | 792p to 1080p | 60fps | 30Hz | Static | Off | Off |
| PS4 | ~1080p | 30fps | 15Hz | Dynamic | On | On |
| Docked Graphics | 1080p to 1440p | 30fps | 30Hz | Dynamic | On | On |
Entscheidend ist, dass die Switch 2 im Gegensatz zur PS4 einen 60-fps-Performance-Modus bietet – allerdings mit deutlichen Kompromissen. Die Auflösung arbeitet in einem stark reduzierten DRS-Fenster, Cubemap-Reflexionen laufen nur noch mit halber Rate, dynamische Umgebungs-Schatten und volumetrische Lichter entfallen ebenso wie Screen-Space-Reflexionen (SSR).
SSR scheint in bestimmten Ansichten weiterhin aktiv zu sein, außerhalb davon wirken insbesondere Regenrennen weniger eindrucksvoll. Das Fehlen volumetrischer Lichter macht sich vor allem bei Nachtstrecken bemerkbar. Positiv ist jedoch, dass die Bildrate nahezu durchgehend nahe an 60 fps bleibt – abgesehen von der Nutzung der „Flashback“-Funktion zum Zurückspulen oder während Replays.
Handheld-Modi: Vier Grafikoptionen
Im Handheld-Betrieb stehen sogar vier Modi zur Verfügung: Performance, Quality (Graphics), Balanced und Energy Saver (Battery Saver). In allen Fällen werden Auflösung, Ziel-Bildrate und visuelle Effekte neu austariert. Besonders interessant sind die Handheld Graphics– und Balanced-Modi, die – abgesehen von der Auflösung – ein ähnliches visuelles Feature-Set bieten.
| Typical Resolution(Approx) | Frame-Rate Target | Dynamic Cubemap Update Rate | Environmental Shadows | Volumetric Lights | Trackside SSR | |
| Handheld Performance | 684p to 828p | 60fps | 20Hz | Static | Off | Off |
| Handheld Battery Saver | ~540p | 30fps | 30Hz | Static | Off | Off |
| Handheld Balanced | 540p to 864p | 40fps | 20Hz | Static | Off | On |
| Handheld Graphics | 792p to 1080p | 30fps | 30Hz | Static | Off | On |
Wer die höchste Bildrate möchte, kann den Handheld-Performance-Modus wählen, der auf 60 fps abzielt, jedoch mit reduzierten Effekten und eingeschränkter dynamischer Auflösung arbeitet. Durch manuelles Zählen der Frames aus Kameramaterial zeigt sich, dass der Modus teils in den 50er- oder sogar 40er-FPS-Bereich fällt, wobei das VRR-Display der Switch 2 hilft, das Erlebnis zu glätten. In Kombination mit Motion Blur fallen niedrigere Bildraten kaum störend auf.
Fazit von Digital Foundry
Feral Interactive hat GRID Legends auf zahlreiche Plattformen portiert, und es ist erfreulich zu sehen, dass das Spiel auch auf Nintendo Switch 2 gut läuft. Das Spiel hat seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Hardware bewiesen, und es ist erkennbar, dass viel Überlegung in die Switch-2-Umsetzung mit ihren vielen Optionen geflossen ist.
Für den Docked-Betrieb empfiehlt Digital Foundry den 30-fps-Graphics-Modus, da der 60-fps-Modus zu viele grafische Abstriche verlangt. Zudem stellt sich die Frage, warum ein 40-fps-Balanced-Modus, der Auflösung gegen visuelle Features hätte tauschen können, nicht integriert wurde.
Im mobilen Einsatz wird der 40-fps-Balanced-Modus bevorzugt: Die Auflösung ist akzeptabel, eine Frame-Zeit von rund 25 ms wirkt auf dem VRR-Panel angenehm, und auch wenn volumetrische Lichter fehlen, lohnt sich die Rückkehr der Screen-Space-Reflexionen.
Unabhängig vom gewählten Modus sei GRID Legends auf Nintendo Switch 2 laut Digital Foundry in jedem Fall einen Blick wert.
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