Final Fantasy VII Remake Intergrade im Test für Nintendo Switch 2

Vorzeigetitel für Nintendo Switch 2!

Die Aufregung war damals groß, als Square Enix ein Remake eines der beliebtesten Spiele der Final-Fantasy-Reihe angekündigt hat. 2020 erschien der Titel zunächst exklusiv für Sonys PlayStation 4 und später, als erweiterte Fassung, ebenfalls für PlayStation 5 und den PC. Nun schafft es der Titel endlich auch auf Nintendos neueste Konsole und erscheint am 22. Januar 2026 für Nintendo Switch 2 und Xbox. Schon damals bot der Titel eine extrem aufwändige Grafik – und wir haben das Spiel jetzt für euch exakt unter die Lupe genommen und verraten euch, warum es an keinem Rollenspiel-Fan vorbeigehen darf.

Wer Final Fantasy VII Remake Intergrade bereits auf potenterer Hardware gespielt hat, wird hier kaum etwas Neues entdecken, weshalb sich das Weiterlesen nicht lohnt. Allen anderen verraten wir, warum sich der Kauf vor allem auf Nintendo Switch 2 wirklich lohnen kann.

Mako – die Energie des Planeten

Final Fantasy VII Remake Intergrade beinhaltet den ersten Teil der Trilogie des Gesamtpaketes des Projektes für ein komplettes Remake von Final Fantasy VII. Das Original bot damals über 70 Spielstunden und ist auch relativ gut gealtert, auch wenn die Optik für viele gewöhnungsbedürftig ist. Final Fantasy VII Remake beinhaltet den Story-Teil, welcher sich im Original in Midgar, der Hauptstadt des Planeten, abgespielt hat.

Eine Terroristengruppe namens Avalanche zerstört zu Beginn des Spiels einen der acht Mako-Reaktoren, welche die Energie für die Stadt liefern. Der Anführer Barret hat den Ex-SOLDAT Cloud angeheuert, damit er die Gruppe bei dem Coup unterstützt. Anfänglich ist Cloud ein sehr verschlossener Mensch, öffnet sich aber im Verlaufe des Titels immer weiter und entwickelt auch Emotionen gegenüber den anderen Charakteren.

Mako ist eine sehr starke Energiequelle, welche von dem gigantischen Technik-Konzern Shinra entdeckt wurde und nun aus dem Planeten extrahiert wird. Da Mako jedoch die Grundlage des Lebens ist, wird hierdurch die Natur zerstört, was den Bereich rund um Midgar bereits zu einem Brachland verwandelt hat.

Wenn ihr die Demo gespielt habt, dann setzt hier die Geschichte für euch an – überspringt diesen Part also gegebenenfalls. Nach der Zerstörung des Reaktors ist die obere Schicht der Stadt komplett in Unruhe und einen Alarmzustand gefallen, was die Flucht der Truppe stark erleichtert. Auf dem Rückweg zu den Slums – den Siedlungen unter den Platten von Midgar – trifft Cloud auf Aerith, das Blumenmädchen. Kurz nachdem Cloud eine Blume von ihr erhält, tauchen auf einmal merkwürdige Wesen auf, welche nur von Aerith und – nach ihrer Berührung – auch von Cloud gesehen werden können.

Hier geht das Remake einen anderen Weg als das Original, und man merkt, dass die Geschichte zwar nahezu übernommen wurde, allerdings noch zahlreiche weitere Story-Punkte hinzugefügt wurden. Im gleichen Atemzug erfährt man auch mehr über bekannte Gesichter wie Jesse, Wedge und Biggs. Auf der anderen Seite erhalten wir komplett neue Charaktere wie Locche. Locche ist ebenfalls ein SOLDAT und hat starken Gefallen an Cloud gefunden und sieht ihn als Rivalen an.

Locche bezeichnet sich selbst als Geschwindigkeitsjunkie, der auf seinem roten Motorrad rast und kämpft. Er sehnt sich nach Herausforderungen, für die er auch rücksichtslos seine Kameraden opfert.

Insgesamt bleibt die Story dem PlayStation-Original aber sehr treu. Die meisten ikonischen Szenen wurden detailgenau nachgebaut und lassen das Herz jeden Fans von Final Fantasy VII höher schlagen. Und wenn euch die Geschichte von Final Fantasy VII Remake Intergrade mitreißen kann, dann freut euch bereits jetzt auf den Nachfolger Final Fantasy VII Rebirth, welcher ebenfalls dieses Jahr noch für Nintendo Switch 2 erscheinen soll.

Rundenbasierte Echtzeit?

Wer Final Fantasy VII kennt, wird sich fragen, wie man ein rundenbasiertes Spiel in ein Echtzeitsystem umwandeln kann. Das Remake hat hier quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und bietet als Lösung zwei Spielmodi an. Der normale Spielmodus ist das komplett neu aufgesetzte Kampfsystem, und der klassische Spielmodus beinhaltet nur den rundenbasierten Teil, bei dem die Charaktere automatisch angreifen.

Wenn ihr normale Angriffe ausführt, ladet ihr euren ATB-Balken (Active Time Battle) schneller auf. Sobald ein ATB-Balken gefüllt ist, könnt ihr Items, Magie oder Fähigkeiten verwenden. Einige Fähigkeiten oder Zauber kosten mitunter auch zwei Balken, sind dafür jedoch wesentlich mächtiger. Da alle Aktionen – außer das normale Angreifen – an die ATB gekoppelt sind, müsst ihr euch gut überlegen, ob ihr einen starken Angriff startet oder vielleicht eure Gruppe mit Vita heilt.

Durch dieses taktische Planen sticht das Kampfsystem von Final Fantasy VII Remake Intergrade heraus und macht einfach nur Spaß. Es fühlt sich auf eine gewisse Art wie das Original an, jedoch verfeinert mit modernen Elementen wie Ausweichen, direkten Angriffen und Spezialfähigkeiten der Charaktere.

Die Hauptcharaktere im Überblick

Cloud Strife ist der geborene Allrounder – stark in Magie und im physischen Nahkampf. Er kann im Kampf seine Haltung wechseln, um verheerende, weitreichende Angriffe auszuführen, allerdings auf Kosten seiner Geschwindigkeit.

Barret Wallace ist der klassische Fernkämpfer mit einer Schusswaffe am rechten Arm. Sein normaler Angriff ist ein MG, welches auf Distanz wenig Schaden, dafür aber viele Treffer verursacht. Hat er genug Energie angesammelt, kann er einen starken aufgeladenen Schuss wirken. Dieser lädt sich durch aktives Nachladen oder auch passiv im Kampf auf.

Tifa Lockhart punktet mit schnellen Schlägen und Kombos im Nahkampf. Als geborene Faustkämpferin ist sie extrem schnell und schlagfertig unterwegs. Ihren Kinnhaken kann sie über eine Fähigkeit verstärken und zu einem mächtigen Flächenangriff umwandeln.

Aerith Gainsborough ist die klassische Magierin, welche wenig magischen Fernkampfschaden austeilen kann, aber dafür ihre Magiepunkte über eine Fähigkeit regeneriert und wesentlich mehr Schaden mit Zaubern verursacht. Sie kann auch andere Mitglieder mit Fähigkeiten stärken, damit diese mehr austeilen können.

Yuffie Kisaragi, die Materia-Diebin, taucht in der Zusatzepisode Intermission auf und dient dort als Hauptcharakter. Ihre Fähigkeiten als Ninja machen sie sowohl im Nahkampf als auch im Fernkampf gefährlich. Sie kann ihre Waffe zudem mit verschiedenen Elementen belegen, um gezielt die Schwächen der Gegner auszunutzen.

Zauber und Fähigkeiten erlernt man entweder über Waffen oder durch das Anlegen von Materia. Die runden, farbigen Kugeln können in Waffen oder Armbändern eingesetzt werden, um Zauber oder andere Vorteile freizuschalten. Grüne Materia ermöglichen Zauber wie Feuer, Eis oder Vita, während lila Materia Werte verbessert und beispielsweise mehr Magiepunkte gewährt.

Jede eingesetzte Kugel erhält Fähigkeitenpunkte, welche dafür sorgen, dass ihr diese Aufwerten könnt. Im späteren Spielverlauf könnt ihr bei einigen Waffen und Armreifen sogar Materia verknüpfen, sodass ihr Zauber auf alle Gegner oder Gruppenmitglieder gleichzeitig wirken könnt. Dadurch entstehen viele Möglichkeiten zur individuellen Charakteranpassung – Barret könnte zum Beispiel ausschließlich mit Magie oder mit bestimmten Fähigkeits-Materia ausgerüstet werden.

Ein grafischer Feuerwerk

Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumzureden: Final Fantasy VII Remake Intergrade ist einer der optisch schönsten Titel für den neuesten Hybriden von Nintendo. Die Charaktermodelle sehen fantastisch aus, und die Umgebungen wirken sehr atmosphärisch. Nachts dominieren blaue und kalte Farben, und überall ist spiegelndes Metall in Midgar verteilt. Die Effekte in den Kämpfen gleichen nahezu einem Feuerwerk, welches nach jedem Angriff den Bildschirm ausfüllt. Partikeleffekte beim Auftreffen von Clouds Schwert fliegen überall umher und verstärken das Gefühl der Wucht der Angriffe.

Square Enix hat einiges aus dem mobilen Grafikchip der Nintendo Switch 2 herausgeholt.

Die Switch-2-Version hat optisch auch nicht allzu viele Abstriche machen müssen, meiner Meinung nach, verglichen mit der PS5- und PC-Version. Die Texturen sind an einigen Stellen zwar sehr unscharf, was jedoch auch in den anderen Versionen vorkommt. Immerhin war es im Kern ursprünglich mal ein PlayStation 4-Titel. Einige Schatteneffekte werden relativ nah reduziert und sind dadurch weniger knackig dargestellt. Gleiches gilt für bestimmte Ambient-Occlusion-Effekte (Eigenschattierung).

Insgesamt läuft der Titel jedoch mit einer sehr ansehnlichen Auflösung und flüssigen 30 FPS. Auch wenn es „nur“ 30 FPS sind, handelt es sich um stabile und saubere 30 Bilder pro Sekunde, die sich dennoch sehr gut spielen lassen. Square Enix hat hier exzellente Arbeit geleistet und einen sehr sauberen Port auf Basis der PS5-Version umgesetzt.

Probiert selbst die Demo aus. Das was ihr dort seht und von der Performance her fühlt, bekommt ihr auch im Rest des Spiels geboten. Und wer mit 30 FPS wirklich nicht klarkommt, für den gibt es die anderen Plattformen, welche aber meist eher stationär spielbar sind.

Besonders hervorzuheben sind die Bosskämpfe. Diese sind in ihrer Präsentation sehr hochwertig und machen extrem viel Spaß. Die meisten Kämpfe bieten mehrere Phasen, in denen sich die Kampfarena verändert, noch mehr Effekte den Bildschirm füllen oder komplett neue Fähigkeiten präsentiert werden.

Next Level: Soundtrack

Der Soundtrack von Final Fantasy VII war schon damals ein riesiges Highlight und braucht sich auch im Remake natürlich nicht zu verstecken. Viele Musikstücke – etwa das normale Battle-Theme – werden sowohl in regulären Kämpfen als auch in Bosskämpfen als Remix gespielt und variieren dabei in Instrumentierung und Tonlage.

Einer der früheren Bosse besitzt beispielsweise drei Phasen, und in jeder Phase erklingt zwar dieselbe Grundmelodie, das Musikstück wird jedoch dynamischer und intensiver, je näher der Gegner dem Tod kommt. Optik, Sounddesign und Storytelling kreieren ein außergewöhnlich starkes Gesamtpaket, das in dieser Qualität nur selten bei Videospielen zu beobachten ist. Auch ikonische Songs wie das Thema von Aerith oder Tifa sind enthalten – und klingen besser denn je.

Neu im Remake ist eine vollständige Vertonung. Jeder Charakter – egal wie klein seine Rolle ist – besitzt eine Sprachausgabe. Die deutsche Umsetzung ist sehr hochwertig und muss sich nicht vor der englischen Tonspur verstecken, insbesondere wenn man die Stimmen aus Advent Children gewohnt ist. Barret klingt rau und kraftvoll, während Cloud eine eher gleichgültige und „lustlose“ Stimme erhalten hat, die sich im Verlauf wandelt. Yuffie zum Beispiel, wirkt unglaublich verspielt, aber dennoch entschlossen genug, um sie zumindest (ein wenig) ernst nehmen zu können.

Wer die deutsche Sprachausgabe nicht hören möchte, kann im Einstellungsmenü problemlos auf zahlreiche andere Sprachen – auch Japanisch – wechseln.

Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt

Final Fantasy VII Remake Intergrade hat einen angenehmen Schwierigkeitsgrad, welcher den eigenen Fortschritt spürbar macht, ihr könnt aber – in der Demo bereits – mit einem einfachen Schwierigkeitsgrad starten. Dieser boostet eure Charaktere sofort auf Stufe 45.

Wem das noch nicht ausreicht, hat im Spiel unter „System“ -> „Einstellungen“ -> „Game-Boost-Funktion“ die folgenden Möglichkeiten (einzeln an- und abschaltbar):

  • Immer volle TP
  • Immer volle MP
  • Immer volle Limitleiste
  • Immer volle ATB-Leiste
  • Immer 9.999 Schaden
  • Immer doppelt EP/dreifache FP
  • Waffenfertigkeiten einfach erlernen
  • Menge an Gil immer auf Maximum
  • Menge an Heilgegenständen immer auf Maximum
  • Stufe aller Materia auf Maximum

Wer nur die Geschichte des Spiels erleben möchte, kann das tun, raubt sich damit in Kämpfen aber auch ein wenig den Spielspaß. Unbegrenzt Gil (die Währund des Spiels) zur Verfügung zu haben, oder Zugriff auf Heil-Items, kann ja nicht schaden. Bedenkt aber, dass die Menge an Gil z.B. nicht wieder auf den alten Stand zurückgesetzt wird, wenn ihr diesen Boost einmal aktiviert habt. Werdet ihr davon Gebrauch machen? Schreibt uns das gerne.

Pflichttiel für alle JRPG- und Final-Fantasy-Fans

Final Fantasy VII Remake Intergrade
88 100 0 1
Final Fantasy VII Remake Intergrade ist der fulminante Auftakt der Trilogie des Remake-Projektes von Final Fantasy VII. Solltet ihr ein Fan der Reihe sein, habt diesen Titel noch nicht gespielt und besitzt eine Nintendo Switch 2, führt absolut kein Weg daran vorbei. Spielspaß ist sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus der Nintendo Switch 2 garantiert! Mit 30-50 Stunden Spielzeit erhaltet ihr für rund 50 Euro ein absolut hochwertiges Spiel, welches ein optischer Vorzeigetitel für Nintendo Switch 2 ist. Trotz leichten Pacing Problemen, die den Part rund um Midgar strecken wird der Titel dennoch nie langweilig. Optik, Soundkulisse, Musik und auch Story sind absolute Highlights und lassen jedes Gamerherz höher schlagen. Wir hoffen einfach, dass Final Fantasy VII Rebirth nicht allzu lange auf sich warten lässt und mindestens genauso gut umgesetzt wird. Square Enix hat zudem bestätigt, dass auch der kommende dritte Ableger für Nintendo Switch 2 umgesetzt wird.
Final Fantasy VII Remake Intergrade ist der fulminante Auftakt der Trilogie des Remake-Projektes von Final Fantasy VII. Solltet ihr ein Fan der Reihe sein, habt diesen Titel noch nicht gespielt und besitzt eine Nintendo Switch 2, führt absolut kein Weg daran vorbei. Spielspaß ist sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus der Nintendo Switch 2 garantiert! Mit 30-50 Stunden Spielzeit erhaltet ihr für rund 50 Euro ein absolut hochwertiges Spiel, welches ein optischer Vorzeigetitel für Nintendo Switch 2 ist. Trotz leichten Pacing Problemen, die den Part rund um Midgar strecken wird der Titel dennoch nie langweilig. Optik, Soundkulisse, Musik und auch Story sind absolute Highlights und lassen jedes Gamerherz höher schlagen. Wir hoffen einfach, dass Final Fantasy VII Rebirth nicht allzu lange auf sich warten lässt und mindestens genauso gut umgesetzt wird. Square Enix hat zudem bestätigt, dass auch der kommende dritte Ableger für Nintendo Switch 2 umgesetzt wird.
88/100
Total Score

Pro

  • Optimaler Umfang
  • Absolut hochwertige und flüssige Präsentation
  • Charme des Originals sowohl in der Atmosphäre als auch im Gameplay eingefangen
  • Neue Sidequests und Minispiele

Contra

  • Physische Version nur eine Game-Key Card (fast 92 Gigabyte groß)
  • Einige Kapitel haben Pacing Probleme (meist die neuen Kapitel)
  • Hard Modus erst nach durchspielen freischaltbar
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