Epic Games bestätigt Entlassung von über 1.000 Mitarbeitern – CEO nennt Gründe und Maßnahmen

Epic Games hat die bereits bekannt gewordene Entlassungswelle nun offiziell bestätigt und in einem internen Schreiben von CEO Tim Sweeney detailliert begründet.

Heute entlassen wir mehr als 1.000 Epic-Beschäftigte. Es tut mir leid, dass wir schon wieder an diesem Punkt sind.

Rückgang bei Fortnite als zentraler Auslöser

Laut Sweeney ist ein Rückgang der Spieleraktivität bei Fortnite seit 2025 der Hauptgrund für die Einschnitte. Dadurch gebe das Unternehmen aktuell deutlich mehr Geld aus, als es einnehme, weshalb umfassende Kostensenkungen notwendig seien.

Die Entlassungen sind Teil eines größeren Sparpakets:

  • über 1.000 gestrichene Stellen
  • zusätzlich mehr als 500 Millionen US-Dollar Einsparungen (u. a. bei Marketing, Verträgen und offenen Stellen)

Kombination aus Branchenproblemen und internen Herausforderungen

Sweeney unterscheidet klar zwischen externen und internen Faktoren:

Branchenweit:

  • langsameres Wachstum
  • geringere Ausgaben der Verbraucher
  • steigende Kostenstrukturen
  • schwächere Verkäufe aktueller Konsolen im Vergleich zur letzten Generation
  • zunehmende Konkurrenz durch andere Unterhaltungsangebote

Unternehmensspezifisch:

  • Schwierigkeiten, mit jeder neuen Fortnite-Season konstant zu begeistern
  • noch frühe Phase der Rückkehr auf mobile Plattformen
  • hohe Investitionen in strategische Initiativen mit langfristigem Ertrag

Kein Zusammenhang mit KI

Sweeney stellt ausdrücklich klar, dass die Entlassungen nicht im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz stehen. Vielmehr wolle man weiterhin möglichst viele Entwickler beschäftigen, um Inhalte und Technologien voranzutreiben.

Fokus auf Inhalte und Technologie

Für die kommenden Monate formuliert Epic Games klare Prioritäten:

  • neue Inhalte, Story-Elemente und Live-Events für Fortnite
  • Weiterentwicklung der Tools rund um die Unreal Engine
  • Übergang von Unreal Engine 5 und UEFN hin zu Unreal Engine 6
  • Vorbereitung neuer Projekte mit geplanten Releases gegen Jahresende

Historische Einordnung

Sweeney verweist darauf, dass Epic Games bereits mehrfach grundlegende Umbrüche bewältigt habe:

  • Übergang von 2D- zu 3D-Spielen (Unreal)
  • Einstieg ins Konsolengeschäft (Gears of War)
  • Wechsel hin zu Online-Games (Fortnite)

Die aktuellen Marktbedingungen beschreibt er als die herausforderndsten seit den Anfangstagen des Unternehmens, betont jedoch gleichzeitig die Chancen für langfristiges Wachstum.

Unterstützung für betroffene Mitarbeiter

Die entlassenen Mitarbeiter erhalten ein umfangreiches Abfindungspaket:

  • mindestens vier Monate Grundgehalt (abhängig von der Betriebszugehörigkeit mehr)
  • weitergeführte Krankenversicherung (z. B. sechs Monate in den USA)
  • beschleunigte Aktienoptionen bis Januar 2027
  • verlängerte Fristen zur Ausübung von Beteiligungen

Doch bereits im Jahr 2025 erklärte der CEO gegenüber IGN, dass man „den größten Teil“ von 1 Milliarde Dollar pro Jahr für den Versuch ausgegeben habe, auf dem Mobilfunkmarkt Fuß zu fassen – wozu natürlich auch diese Klage gehörte.

Zudem teilte Mat Piscatella von Circana auf Bluesky mit, dass Fortnite im Februar 2026 sowohl auf PlayStation als auch auf Xbox bei den monatlich aktiven Nutzern führend war, die Zahlen jedoch im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren – 35 % der aktiven Spieler auf PlayStation verbrachten 16 Stunden mit dem Spiel (im Vergleich zu 21 im Jahr 2025), während Xbox-Spieler in diesem Jahr durchschnittlich etwa 15 Stunden (gegenüber 19 Stunden im Jahr 2025).

According to Circana's Player Engagement Tracker, Fortnite led in US Feb Monthly Active Users across both PlayStation (35% of actives playing) and Xbox (31%). The avg PS player engaged with Fortnite for 16 hours in the month (vs 21 last Feb), with Xbox players averaging 15 hours (vs 19 last Feb).

Mat Piscatella (@matpiscatella.bsky.social) 2026-03-24T14:37:04.721Z

Bereits im Jahr 2023 entließ der Schöpfer von Fortnite aus ähnlichen Gründen rund 830 Mitarbeiter. Sweeney sagt jedoch, dass die heutigen Marktbedingungen „die extremsten sind, die wir seit den 1990er- und 2000er-Jahren gesehen haben“.

Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, und wir hoffen, dass sie wieder auf die Beine kommen.

6 Kommentare
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  1. Ich verfolge eure News immer mal wieder. Sowohl ich als auch mein Sohn würden sich über die Switch 2 freuen.

    Macht weiter so und auf die nächsten 15 Jahre.

  2. Ich verfolge euch seit mehreren Jahren eher als stummer Leser.. meine Neffen würden sich extrem über die Switch 2 freuen

    Mfg Julian

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