EA unter Beschuss? Split-Fiction-Regisseur Josef Fares verteidigt Publisher – „Bekommen mehr Kritik als verdient“

Josef Fares, Gründer von Hazelight Studios und Regisseur von Split Fiction, hat Electronic Arts (EA) öffentlich verteidigt. In einem aktuellen Interview erklärt er, dass der Publisher seiner Meinung nach deutlich stärker kritisiert werde als andere große Unternehmen der Spielebranche.

EA veröffentlichte bislang alle drei Hazelight-Titel – A Way Out, It Takes Two und Split Fiction. Laut Fares sei die Zusammenarbeit mit dem Publisher weiterhin sehr vertrauensvoll und professionell.

Im Gespräch mit The Game Business wurde Fares auf das Spannungsfeld zwischen Hazelights rebellischem Image und EAs Ruf als Großkonzern angesprochen. Seine Antwort fällt deutlich aus: EA werde oft zum Sündenbock gemacht, obwohl Fehler in der Branche überall passieren.

Es gibt viele großartige Menschen bei EA. Sie wissen, wie wir arbeiten, respektieren das und lassen uns machen. Seien wir ehrlich: Es gibt keinen Publisher auf der Welt, der nicht hin und wieder Mist gebaut hat.

Fares ergänzt:

Manchmal habe ich das Gefühl, dass EA mehr Kritik abbekommt, als sie verdienen. Nintendo, Microsoft, Sony – jeder hat schon Fehler gemacht. Aber aus irgendeinem Grund ist EA zu diesem Bösewicht geworden.

Für Hazelight selbst sei die Partnerschaft ausgesprochen positiv:

Wenn es schlecht wäre, hätte ich das offen gesagt. Aber wir haben eine großartige Beziehung. Natürlich machen auch sie Fehler – wie jeder andere Publisher. Die Menschen, mit denen ich bei EA arbeite, sind Gamer, keine reinen Konzernmenschen. Hazelight wird immer das tun, was es möchte.

Split Fiction: Verkaufserfolg und Kritiken

Das Koop-Spiel Split Fiction erschien im März 2025 und erreichte innerhalb von rund zwei Monaten über 4 Millionen verkaufte Einheiten. Das Spiel setzt vollständig auf kooperatives Gameplay und begleitet zwei Autoren durch Welten, die auf ihren eigenen Geschichten basieren. Erst kürzlich ging bei uns ein Livestream-Mitschnitt zum Spiel online.

Electronic Arts: Saudi-Arabischer Investor übernimmt Mehrheit

Zusätzlich sorgt EA aktuell auch wirtschaftlich für Schlagzeilen: Die Aktionäre haben dem geplanten Verkauf an den Public Investment Fund von Saudi-Arabien zugestimmt. Die finale Übernahme steht jedoch noch unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.

Sollte der Deal abgeschlossen werden, wird der saudische Fonds 93,4 Prozent der Anteile am Publisher halten. Silver Lake Partners übernimmt weitere 5,5 Prozent.

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