Warriors-Spiele polarisieren – doch der anhaltende Erfolg spricht für sich. Entwickelt werden die meisten Titel von Omega Force, einem Tochterstudio von Koei Tecmo. Die erste große Nintendo-Kollaboration war Hyrule Warriors im Jahr 2014. Der Titel war so erfolgreich, dass später ein 3DS-Port, eine erweiterte Switch-Version sowie mehrere Nachfolger folgten.
Zuletzt erschien mit Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung ein neuer Ableger für Nintendo Switch 2. Auch Fire Emblem Warriors erhielt bereits zwei eigenständige Umsetzungen, während Persona 5 Strikers und ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4 zeigen, wie erfolgreich das Musou-Prinzip auch mit anderen Marken funktionieren kann.
Doch welche weiteren Nintendo-Franchises würden sich für ein Warriors-Spin-off eignen? Hier sind einige Kandidaten.
Xenoblade Chronicles als Warriors-Spiel?
Die Xenoblade Chronicles-Reihe bringt nahezu ideale Voraussetzungen mit: ein riesiger Charakterpool, epische Schlachten und eine starke Fanbasis.
Ein mögliches Roster könnte unter anderem enthalten:
- Shulk, Fiora, Reyn, Dunban, Melia (Xenoblade 1)
- Rex, Pyra/Mythra, Nia, Zeke, Morag, Jin, Malos (Xenoblade 2)
- Noah, Mio, Lanz, Sena, Eunie, Taion (Xenoblade 3)
- Elma und Lin (Xenoblade Chronicles X)
Zwar wäre eine kohärente Story angesichts verschiedener Zeitlinien schwierig, doch das ist bei Warriors-Titeln traditionell zweitrangig. Selbst frühere Crossover-Momente – etwa zwischen Shulk und Rex – zeigen, dass die Reihe spielerisch Raum für solche Experimente bietet.
Kommerziell liegt Xenoblade zwar hinter Zelda oder Fire Emblem, qualitativ jedoch wäre ein Musou-Ableger naheliegend.
Kirby: Unrealistisch – aber mit enormem Potenzial
Ein Kirby-Warriors klingt zunächst absurd, doch rein spielerisch ergibt es überraschend viel Sinn. Figuren wie Kirby, König Dedede oder Meta Knight bringen bereits klar definierte Movesets mit.
Kirbys Kopier-Fähigkeiten könnten dynamisch verschiedene Kampfstile ermöglichen, während Nebencharaktere wie Bandana Waddle Dee, Magolor oder Marx für zusätzliche Varianz sorgen würden.
Das typische Hack-and-Slash-Gameplay würde zwar stark vom Plattform-Ursprung abweichen, doch genau dieser Kontrast könnte für frischen Wind sorgen.
Weitere mögliche Kandidaten
Neben Xenoblade und Kirby gäbe es noch andere Optionen:
- Mario oder Donkey Kong – allerdings ist Nintendos Umgang mit Mario-Spin-offs traditionell vorsichtiger als mit Zelda.
- Pokémon – mit über 1.000 Pokémon wäre das Potenzial riesig, auch wenn die Umsetzung komplex wäre.
- Super Smash Bros. – ein „Smash Warriors“ wäre interessant, dürfte aber niemals einen regulären Smash-Teil ersetzen. Würde dann aber auch verschiedene Nintendo-Fanchises vereinen, da auch Kirby und Link im Smash-Universum existieren.
- Splatoon, Pikmin, Animal Crossing oder Metroid wirken dagegen weniger kompatibel mit dem klassischen Musou-Ansatz – entweder wegen Genre-DNA oder begrenzter Charaktervielfalt.
Warriors-Spin-offs haben sich als tragfähiges Erfolgsmodell erwiesen. Mit Zelda und Fire Emblem existieren bereits starke Beispiele, doch langfristig braucht das Format neue Impulse.
Besonders Xenoblade Chronicles und Kirby würden aus spielmechanischer Sicht spannende Experimente ermöglichen. Ob Nintendo künftig weitere Marken für Omega Force öffnet, bleibt abzuwarten – das Potenzial ist jedenfalls vorhanden.
Welche Nintendo-Reihe würdet ihr gerne als Warriors-Spiel sehen?