Hot Wheels: Infinite Rush Hands-on auf dem PC

Mit Hot Wheels: Infinite Rush wagt Entwickler Milestone den nächsten großen Schritt: Statt auf vorgegebenen Strecken zu rasen, dürfen Spieler diesmal vier große Inseln frei erkunden, Sammelobjekte jagen und Stunts abseits geplanter Events vollführen. Klingt nach einer Menge Versprechen – aber hält das Spiel, was es verspricht?

Ich durfte eine frühe Vorab-Version auf dem PC spielen und kann daher noch nichts über die Qualität der finalen Version für Nintendo Switch 2 sagen. Das Spiel warf mich ohne Umschweife in die offene Welt und es galt zunächst sich ein wenig zurechtzufinden.

Zur Transparenz: Der von mir gespielte Preview-Build war kein regulärer Spielstand – sämtliche Inhalte waren von Beginn an freigeschaltet, um möglichst viele Features testen zu können. Das Spiel befindet sich noch in der Entwicklung, und sowohl Balancing als auch möglicherweise auftretende Bugs können im finalen Release dann ganz anders aussehen. Meine Eindrücke basieren entsprechend auf einem noch nicht fertiggestellten Produkt.

Gas, Bremse, Boost

Ein physikalisch aufwändiges Schwergewicht ist Infinite Rush natürlich nicht – und das ist auch gut so. Die Steuerung beschränkt sich größtenteils auf Gas, Bremse, Lenkung und Boost, was den Einstieg erfreulich niedrigschwellig gestaltet. Der entscheidende Dreh: Die Fahrzeuge sind fast ständig im Turbo, weil sich der Boost durch Drifts und Beschleunigungsstreifen blitzschnell auflädt. Zusätzlich gibt es in der Welt platzierte Tore, die unabhängig vom Boost-Tank einen extra Schub verleihen.

Das macht das Fahrgefühl rasant und befriedigend – wer schnell in die Kurve driftet und den Boost clever einsetzt, wird belohnt.

Die Spielwelt von Infinite Rush besteht aus vier eigenständigen Inseln, von denen jede mit einem eigenen Look und Feeling aufwartet, wobei ich nur eine befahren durfte:

  • Wheelswood – eine pulsierende Großstadtmetropole mit Hochhäusern, orangefarbenen Loopings und einer riesigen Gorilla-Figur, die über der Stadt thront.

Im Spiel wird es zusätzlich Tentacle Bay, Gearville und Drifty Temples zu erkunden geben.

Jede Insel soll nicht nur visuell eigenständig wirken, sondern auch spielerisch eine andere Erfahrung bieten. Wheelswood jedenfalls hinterließ einen gemischten ersten Eindruck.

Ich bin kein allzu großer Fan von Open-Worlds. Weder bei The Legend of Zelda: Breath of the Wild, noch bei einem Rennspiel, wie Mario Kart World oder Hot Wheels: Infinite Rush. Für mich darf es gerne schnell zur Sache gehen: Gewünschten Modus wählen und dann los.

Bei der gebotenen Vielfalt konnte man regelrecht erschlagen werden, was natürlich im fertigen Spiel anders gewichtet ist, da man dort zunächst noch Inhalte freischalten muss.

Milestone trifft den Spielzeug-Look sehr überzeugend: Alles, was zu Hot Wheels gehört – Bäume, Laternen, Haltestellen – wirkt, als wäre es aus echtem Kunststoff gefertigt, den man sich ins Wohnzimmer stellen könnte. Und zerstören lässt sich das meiste auch.

Mehr als nur Rennen

Das Herzstück von Infinite Rush ist der sogenannte Free-Roaming-Modus. Statt sich von Event zu Event zu hangeln, können Spieler die Stadt nach eigenem Gusto erkunden und dabei auf eine Vielzahl von Aktivitäten treffen: Versteckte Sticker fotografieren, als Stuntman alle erforderlichen Objekte zerstören, bevor die Zeit abläuft oder als Tourist das perfekte Foto von vorgegebenen Sehenswürdigkeiten, wie dem ‚City Burger‘ schießen.

Sammelobjekte sind überall verstreut. Wheelswood-Zahnräder gab es insgesamt 300 zu finden, vom denen ich im Testzeitraum natürlich nur einen Bruchteil einsammeln konnte.

Konkret funktioniert das Sammeln über mehrere Wege: Zahnräder aufsammeln, durch bestimmte Werbetafeln in der Welt rasen oder Tricks aneinanderreihen.

Es gibt in der offenen Welt spezielle, besonders coole Autos, gegen die man spontan ein Duell starten kann. Verliert man, zieht sich das Fahrzeug für eine Weile zurück. Ein schöner Anreiz, die Welt aufmerksam zu erkunden.

Dazu kommen die klassischen Renn-Events, die direkt in die Welt eingebettet sind: Kopf an Kopf, Schnelles Rennen, Ausscheiden und vieles mehr. Leider geht es nach einem Rennen nicht direkt nahtlos in die offene Spielwelt zurück – die Ladezeiten trüben meiner Meinung nach etwas den Spielspaß.

Kein Fahrzeug wie das andere

Ein zentrales Feature ist die Fahrzeuganpassung. Lackierungen, Sticker und auch die Räder lassen sich anpassen. Dazu kommen Performance-Upgrades, die den Fahrstil aktiv beeinflussen, sowie individuelle Boost-Sounds und Partikeleffekte.

Milestone hat wieder ganze Arbeit geleistet: Die Modellfahrzeuge sehen verblüffend realistisch aus – kleine Unebenheiten auf der Oberfläche, Klebstellen und die leicht ungleichmäßigen Kontaktecken verschieden bemalter Teile machen sie zu echten digitalen Miniaturen. Das trägt erheblich dazu bei, alle 150 Fahrzeuge sammeln zu wollen.

Fahrzeug-Upgrade-Module sind in verschiedene Klassen unterteilt: S, A, B und C.

Fahrzeug-Upgrade-Module
S
Risiko-Fan — Der Boost ist viel schneller und geht langsamer zur Neige.
Kostenloser Boost — Wenn der Boost-Tank voll ist, ist die nächste Nutzung kostenlos. Aber Vorsicht, der Boost lädt sich langsamer auf!
A
Extremer Drift — Verbessert das Driften, aber du bekommst weniger Boost.
B
Reaktiver Drift — Driften ist leichter zu kontrollieren.
Höchstgeschwindigkeit. — Erhöhte Höchstgeschwindigkeit.
C
Enge Kurve — Verbessert die Lenkung beim Driften.
Blitzschnelle Beschleunigung — Erhöhte Beschleunigung
Verstärkter Boost — Boost ist stärker
Schnelles Aufladen — Der Boost lädt sich schneller auf, während du driftest.

Um nur mal ein paar der Modifikationen zu nennen.

Mehr als die Summe seiner Teile?

Hot Wheels: Infinite Rush macht Spaß und es kommt ein gutes Gefühl von Geschwindigkeit rüber. Jetzt muss Milestone allerdings zeigen, ob die restlichen Gebiete genug Abwechslung bieten, um den Motor nicht schnell auskühlen zu lassen. Und der Online-/Mehrspielermodus sowie Track Builder habe ich hier noch gar nicht angerissen.

Das Spiel erscheint am 24. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.

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