Ex-Overwatch-Director Jeff Kaplan kritisiert Gamer-Wut: „Wenn euch ein Spiel nicht interessiert – haltet einfach den Mund“

Der ehemalige Overwatch-Game Director Jeff Kaplan hat sich deutlich über Spieler geäußert, die sich über neue Spiele beschweren, obwohl sie diese gar nicht spielen wollen.

Kaplan sprach während eines Twitch-Streams über dieses Verhalten, nachdem er sein neues Spiel The Legend of California vorgestellt hatte. Der Titel ist ein Open-World-Action-Survival-Shooter, der während eines alternativen Goldrausch-Szenarios in Kalifornien spielt und das erste Projekt seines Studios Kintsugiyama ist.

Kaplan: Man kann nicht für jeden Spieler entwickeln

Während des rund zehnstündigen Streams erklärte Kaplan, dass Entwickler nicht jedes Spiel für alle Spieler machen können.

Als Spieleentwickler kannst du kein Spiel machen, das jedem einzelnen Spieler gefällt. Manche Leute werden dieses Spiel einfach nicht spielen wollen.

Er erklärte, dass ein Teil der Community zwar neugierig auf das neue Projekt sei, während andere Spieler enttäuscht reagieren, weil es kein neues Overwatch-Spiel ist.

Deutliche Worte für „Nerd Rage“

Besonders kritisch äußerte sich Kaplan über Spieler, die sich lautstark über Spiele beschweren, die sie gar nicht spielen möchten.

Wenn ein Spiel erscheint und du es nicht spielen willst und es nie gespielt hast: Halt einfach den Mund, niemanden interessiert das.

Er könne verstehen, wenn Spieler Kritik äußern, nachdem sie ein Spiel tatsächlich gespielt haben. Beschwerden über Titel, die man gar nicht ausprobieren will, hält er jedoch für sinnlos.

Entwickler ignorieren solche Kommentare

Kaplan erklärte außerdem, dass solche Reaktionen häufig dazu führen, dass Entwickler die Kritik komplett ignorieren.

Als Entwickler, der Teams geleitet hat und etwas daran ändern könnte, sage ich euch: Ich ignoriere euch einfach.

Seiner Aussage nach gebe es in der Branche sogar Foren und Community-Bereiche, die Entwickler bewusst meiden, weil Diskussionen dort hauptsächlich aus Empörung bestehen.

Studio-Mitgründer stimmt zu

Auch Tim Ford, Mitgründer von Kintsugiyama, äußerte sich im Stream ähnlich.

Er erklärte, dass es einfach sei, etwas schlechtzureden – während es deutlich mehr Mut erfordere, öffentlich zu sagen, dass man etwas einfach gut findet.

Außerdem ist das nicht besonders beeindruckend – es ist nicht schwer, auf etwas herumzuhacken. Anscheinend braucht es eine Menge Mut, um zu sagen: ‚Hey, mir gefällt das tatsächlich, es ist mir egal, ob es dir nicht gefällt, mir gefällt es, wie wäre es damit?‘

Das ist „The Legend of California“

Kaplans neues Spiel The Legend of California ist ein First-Person-Shooter mit Survival-Elementen, der während des Goldrauschs auf einer fiktiven Insel vor Kalifornien spielt.

Spieler sollen dort:

  • eine offene Welt erkunden
  • Ressourcen sammeln und craften
  • Basen bauen
  • jagen und kämpfen
  • alleine oder im Koop mit Freunden überleben

Laut der offiziellen Beschreibung geht es dabei nicht nur ums Überleben, sondern darum, in dieser rauen Welt zur Legende zu werden.

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