Das Xbox-Netzwerk war fast 20 Stunden lang massiv gestört. Wie unter anderem Pure Xbox und Engadget berichteten, konnten Spieler sich weder anmelden noch auf ihre Spielebibliothek zugreifen. Betroffen waren dabei nicht nur die aktuellen Konsolen der Series X|S, sondern auch ältere Modelle wie XBOX One und sogar die XBOX 360, zusätzlich PC-Spieler.
Losgegangen war es am späten Sonntagabend, hierzulande also am frühen Montagmorgen. Auf der offiziellen Xbox-Statusseite standen zeitweise gleich vier Bereiche als „schwerwiegend gestört“: Konto und Profil, Store und Abos, Spiele sowie die Apps.
Selbst die Disc half nicht weiter
Besonders bitter für Besitzer physischer Spiele: Laut Pure Xbox warnte die XBOX-Statusseite explizit davor, dass Spieler auch beim Abspielen von Disc-Spielen auf Probleme stoßen könnten. Wer also dachte, mit einer physischen Kopie auf der sicheren Seite zu sein, wurde eines Besseren belehrt.
Laut Engadget normalisierte sich die Lage bei den Disc-Titeln bereits am Montagnachmittag wieder. Die restlichen Probleme – Anmeldung, Käufe, digitale Bibliothek – zogen sich hingegen bis in die Nacht zum Dienstag.
Was war die Ursache?
XBOX-CTO Scott Van Vliet erklärte, dass die Ursache ein Lizenzierungsdienst außerhalb der eigentlichen XBOX-Infrastruktur gewesen sei. Dadurch konnten sich Spieler nicht anmelden, sahen ihre Bibliothek nicht vollständig oder konnten Titel gar nicht erst starten. Das XBOX-Support-Team habe den Vorfall zügig isoliert und den Datenverkehr auf funktionierende Teile der Infrastruktur umgeleitet, bis nahezu vollständiger Zugriff wiederhergestellt war.
Ein größeres Problem dahinter
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein grundsätzliches Problem moderner Konsolen: Auch wer bewusst zur physischen Version greift, um unabhängig von Servern zu sein, ist inzwischen kaum noch geschützt. Ein Pure-Xbox-Redakteur formulierte es treffend: Wenn Serverprobleme Spielern plötzlich den Zugriff auf ihre eigenen Spiele verwehren können, stellt sich die Frage, ob man mit physischen Discs nicht doch besser beraten ist.
Der Ausfall reiht sich damit in eine ohnehin hitzige Debatte um physische Medien und digitale Abhängigkeit ein – nur wenige Tage, nachdem auch das PlayStation Network für mehrere Stunden ausgefallen war.
Nintendo Connect bei Google
Markiere uns als bevorzugte Quelle und bekomme unsere Nintendo-News künftig häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und Feeds angezeigt.
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen