Die Retro-Gaming-Szene erlebt einen weiteren juristischen Paukenschlag: Billy Mitchell, ehemaliger Donkey Kong-Weltrekordhalter, hat seine Verleumdungsklage gegen den australischen YouTuber Karl Jobst gewonnen. Ein Gericht in Brisbane sprach Mitchell 350.000 AUD (rund 202.721,75 Euro) Schadensersatz zu, darunter 50.000 AUD an verschärften Strafen (via The Guardian).
Gerichtsurteil gegen Karl Jobst: Das sind die Hintergründe
Karl Jobst hatte in mehreren YouTube-Videos behauptet, dass Mitchell seine Donkey Kong-Highscores manipuliert habe. Außerdem stellte er die Behauptung auf, dass eine frühere Klage Mitchells gegen YouTuber Ben Smith (Apollo Legend) zu dessen Selbstmord beigetragen habe. Das Gericht sah fünf dieser Aussagen als verleumderisch an und entschied zugunsten von Mitchell.
Billy Mitchell: „Nichts geht über den Geruch des Sieges“
Nach dem Urteil äußerte sich Mitchell auf X (ehemals Twitter) mit den Worten: „Nichts geht über den Geruch des Sieges in der Abendluft“. Jobst hingegen zeigte sich enttäuscht und kündigte an, seine rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. In einem Statement entschuldigte er sich bei seinen Unterstützern und bedankte sich für den finanziellen Beistand während des Verfahrens.
Was bedeutet das Urteil für die Gaming-Community?
Billy Mitchell ist eine umstrittene Figur in der Gaming-Welt. Bekannt wurde er durch seine Highscores in Donkey Kong und Pac-Man sowie seine Rolle als „Antagonist“ in der Dokumentation The King of Kong: A Fistful of Quarters. Das aktuelle Urteil könnte Auswirkungen auf die Berichterstattung über Gaming-Highscores und deren Validierung haben.
Ob der Fall endgültig abgeschlossen ist oder weitere rechtliche Auseinandersetzungen folgen, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Das Thema Billy Mitchell wird die Retro-Gaming-Community noch lange beschäftigen.
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