- Gründungsphase der Internationalen Computerspielesammlung erfolgreich abgeschlossen
- Sammlungskonzept des weltgrößten Games-Archivs vorgestellt
- Debatte beim gamescom congress zur Zukunft der Spiele-Archivierung
- ICS in der retro area der gamescom präsent (Halle 10.2, Stand 12)
Wenn am 21. August 2024 die gamescom startet, ist erstmals auch die Internationale Computerspielesammlung (ICS) vor Ort dabei. Das weltgrößte Games-Archiv mit seinen mehr als 60.000 Computer- und Videospielen hat passend zum Start des weltgrößten Games-Events seine Gründungsphase abgeschlossen, die durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien sowie das Land Berlin finanziell gefördert wurde.
Als eines der Ergebnisse wurde jetzt das Sammlungskonzept der ICS veröffentlicht, das direkt auf mehrere entscheidende Zukunftsfragen eingeht: Wie können solch umfangreiche Informationen wie die der ICS aufbereitet werden? Wie können die weltweit einmaligen Sammlungsbestände erhalten und an einem Ort verfügbar gemacht werden? Welche Rolle kann die automatisierte Spiel-Emulation in Zukunft spielen?
„Die Internationale Computerspielesammlung ist ein weltweit einzigartiges Projekt, das mit Abschluss der Gründungsphase und der Veröffentlichung des Sammlungskonzepts in eine neue Phase eintritt. Jetzt geht es um die Zukunft und die einmalige Chance, das Archiv zu institutionalisieren und damit die mehr als 60.000 Games zugänglich zu machen“, sagt ICS-Geschäftsführerin Tanja von Unger. „Die kulturelle Dimension der ICS kann nicht hoch genug bewertet werden: Digitale Spiele sind eine bedeutende Ausdrucksform unseres digitalen Zeitalters und Kulturgut mit geschichtlicher, künstlerischer und wissenschaftlicher Bedeutung. Sie sind fester Bestandteil unserer Gesellschaft und prägen heute Milliarden von Menschen weltweit. Gleichzeitig gibt es noch einige Herausforderungen beim Erhalt dieses einzigartigen Mediums zu lösen. Deutschland kann mit der ICS hierbei die zentrale Rolle spielen. Mit Unterstützung des Bundes und Berlin wird uns die Umsetzung dieses einmaligen Projekts gelingen.“
Um das Sammlungskonzept und die Zukunft der ICS geht es in einem Talk auf dem gamescom congress am 22. August 2024 von 10.30 bis 11.30 Uhr auf Stage 4 im Confex. Das hochkarätige Panel setzt sich wie folgt zusammen:
- Andreas Görgen, Amts-Chef bei der Beauftragten für Kultur und Medien
- Florian Graf, Chef der Berliner Senatskanzlei und Staatssekretär für Medien und die Metropolregion
- Alistair Hudson, wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe
- Elisabeth Secker, Geschäftsführerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), Gesellschafterin der ICS
- Andreas Lange, EFGAMP, European Federation of Game Archives, Museums and Preservation Projects
Moderation: Lara Keilbart, Journalistin
Erstmals wird die ICS auch direkt in der entertainment area der gamescom präsent sein. Während der gesamten gamescom können Interessierte in der retro area am ICS-Stand Termine mit dem ICS-Team vereinbaren und sich über die besonderen Herausforderungen der Spiele-Bewahrung, den einzigartigen Bestand des Archivs und die Zukunft des Projekts austauschen.
Mit der im September 2023 gegründeten Internationalen Computerspielesammlung (ICS) gGmbH entsteht in Berlin derzeit die weltweit größte Sammlung digitaler Spiele. Ein einzigartiger Kulturschatz! Die Gründungsphase 2023 bis Mai 2024 konnte bereits durch Förderungen der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) als auch der Senatskanzlei von Berlin realisiert werden. Damit sind die ersten Schritte getan, um das Thema der “Bewahrung des Kulturgut Games” offiziell in den Kanon der Wissenschafts- und Kulturpolitik der Bundesrepublik und des Landes Berlin aufzunehmen. Ziel der ICS ist es, in Zukunft auf diesem Gebiet internationale Standards zu setzen und auch das Thema der digitalen Langzeitarchivierung voranzutreiben.
Alle Elemente der Sammlung werden von den Kooperationspartnern eingebracht, insbesondere durch das Computerspielemuseum, den Förderverein für Jugend und Sozialarbeit, die USK, Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, sowie DIGAREC – Zentrum für Computerspielforschung. Bislang ist diese Sammlung nur als digitale Datenbank verfügbar, nicht jedoch die eigentlichen Spiele.
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Da die Spiele nicht vorhanden sind, ist es keine Sammlung sondern nur eine Datenbank. Als weltweit einzigartig würde ich das jetzt nicht bezeichnen.