Es ist offiziell: Die E3 2020 wurde abgesagt [Update]

Update um 17 Uhr: Nach deutlichen Hinweisen ist nun offiziell bestätigt: Die E3 2020 findet nicht statt! Der Grund ist unter anderem die Angst vor COVID-19, dem Coronoavirus, was die Veranstalter dazu bringt die Reißleine zu ziehen. Alle Ticket-Käuferinnen wie -Käufer erhalten in den kommenden Tagen eine Rückerstattung. Auf der offiziellen E3-Webseite gibt es ein Statement:

Nach langer Beratung mit unseren Mitglieder-Konzernen über Sicherheit und Gesundheit aller Menschen in der Gaming-Industrie – unseren Fans, Arbeitnehmern, Ausstellern und E3-Partnern – haben wir uns entschlossen, die E3 2020 in Los Angeles abzusagen. Nach wachsender Besorgnis über das COVID-19-Virus halten wir dies für den besten Weg, um mit einer derart unvorhersehbaren globalen Krise fertig zu werden. Wir sind sehr enttäuscht, dieses Event für unsere Fans und Unterstützer absagen zu müssen. Aber wir halten es für die richtige Entscheidung im Hinblick auf die aktuelle Lage.

Auch Geoff Keighley spricht seine Trauer auf Twitter aus, zeigt sich aber auch zuversichtlich, dass wir als Community sicherlich andere Wege finden, um zusammenzufinden:

Die gamescom 2020 wird nach aktuellem Stand noch stattfinden. Erst heute öffnete der Online-Ticket-Shop für alle Fach- und Privatbesucher.


Original-Beitrag von 4:10 Uhr: Vergangene Woche bestätigte die ESA noch, dass sich die E3 2020 trotz des weltweiten Ausbruchs des Coronavirus in diesem Jahr weiter durchsetzen wird und erklärte, dass der Verband die Situation dennoch weiterhin sehr genau beobachten werde. Gerüchte dazu, dass die E3 2020 nun möglicherweise aber abgesagt wird, wurden in den letzten Tagen häufiger verbreitet. Insider aus der Spielebranche scheinen offenbar nur noch auf eine offizielle Bestätigung der Entertainment Software Association (ESA) zu warten.

Der Journalist Mike Futter erfuhr von zahlreichen Quellen, dass eine bevorstehende Ankündigung, die die Absage eines der wichtigsten Gaming-Events in diesem Jahr bestätigt, in Kürze veröffentlicht werden soll. Futter rät sogar dazu, alle E3 2020-Pläne auf Eis zu legen.

Darüber hinaus gab Jason Schreier auf seinem Twitter-Account bekannt, dass er von verschiedenen Entwicklern und Publishern erfahren habe, dass die E3 2020 nicht stattfinden wird. Er stellte jedoch fest, dass die ESA noch keine offizielle Entscheidung getroffen habe. Schreier teilte zudem auch den Tweet von Devolver Digital, die dazu raten, Flug- und Hotelbuchungen für die E3 2020 zu stornieren.

Die E3 wurde schon immer in Los Angeles abgehalten. Die Regierung von Los Angeles hat jedoch bereits den Ausnahmezustand aufgrund eines bestätigten Coronavirus-Falls erklärt. Es ist möglich, dass der Verband die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem globalen Gesundheitsproblem jetzt ernsthaft prüft und seine Entscheidung bald bekannt geben wird.

Nintendo könnte seine E3 2020-Inhalte theoretisch weiterhin über einen Nintendo Direct-Livestream ausstrahlen. Bei einer Absage der Messe würde vor Ort dann allerdings keine Treehouse-Präsentation mehr stattfinden. Was denkt ihr über diese Neuigkeiten?

4 comments
  1. Unfassbar bedauerlich. Es geht hierbei wie auch bei der Buchmesse in Leipzig nicht um die großen Player der Branche, sondern es geht um die “kleinen” Studios. Jene Studios, welche bei jeder Veröffentlichung hoffen müssen, dass es ein Erfolg wird, damit die Firma nicht Pleite geht. Man kann nur hoffen, dass für diese Entwickler es kein zu großer Schlag wird.

    1. Ich bin fasst 31 Jahre alt und habe schon einige “Pandemien” mitbekommen und finde es ehrlich gesagt, furchtbar dass es mittlerweile solche Kreise zieht. Jeder einzelne Tod ist bedauerlich, aber jeden Tag sterben mehr Menschen an einer normalen Grippe, Unterernäherung, schlechten Wasser, Verkehrsunfälle usw. Wenn man für eines dieser Themen bereit wäre, dieses Geld zu investieren wie hier, wäre vielmehr und auf Dauer geholfen als in dieser “Krise”.

    1. Eher drei Monate im Voraus sagen muss… Das ist ja alles auch ein riesiger organisatorischer und finanzieller Aufwand. Hotels, Flüge, Messestände, Produktion der Demoversionen etc. – All das kann man sich sparen, wenn die Publisher frühzeitig Bescheid wissen.

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