Während Mario, Link oder Inklinge strikt in ihren eigenen Spielwelten bleiben, machen Pikmin eine Ausnahme – laut Shigeru Miyamoto sogar mit voller Absicht.
Pikmin als „IP-Grenzgänger“ – direkt aus Miyamotos Vorstellungskraft
In einem neuen Interview mit IGN sprach Shigeru Miyamoto über seine Philosophie beim Umgang mit Nintendo-Charakteren. Für ihn sei es wichtig, dass Figuren wie Mario oder die Inklinge aus Splatoon „nur innerhalb ihrer eigenen IPs existieren“. Doch Pikmin bilden hier eine bemerkenswerte Ausnahme:
Pikmin haben diese einzigartige Eigenschaft, dass sie direkt neben dir sein könnten – zumindest in meiner Vorstellung. Ich denke, sie können mit jeder Art von IP interagieren. Der einfachste und schnellste Weg, um zu zeigen, was Pikmin sind, war einfach, sie in diese Welt [Super Nintendo World] zu setzen.
Damit erklärt Miyamoto, warum Pikmin als kleine Easter Eggs in Super Nintendo World zu sehen sind – obwohl sie eigentlich nicht Teil der dort vertretenen Hauptmarken wie Mario, Donkey Kong oder Yoshi sind.
Gibt es weitere Ausnahmen?
Obwohl Miyamoto sie nicht erwähnte, gibt es natürlich noch andere IP-übergreifende Fälle in der Nintendo-Welt:
- Super Smash Bros. ist definitionsgemäß ein Crossover-Titel mit Charakteren aus zahlreichen Nintendo- und Drittanbieter-Serien.
- Auch in Mario Kart 8 Deluxe tauchen Gäste wie Link (The Legend of Zelda), Melinda (Animal Crossing) und die Inklinge (Splatoon) auf.
Doch im Vergleich zu diesen bewusst als Crossover geplanten Titeln scheint Miyamotos Pikmin-Ansatz ein symbolischer zu sein – sie stehen gewissermaßen für Nintendos Idee, dass Fantasie auch über Markengrenzen hinweg existieren kann.