Neue Daten des Marktforschungsunternehmens Circana verdeutlichen, wie marginal physische Spieleverkäufe in den USA inzwischen geworden sind – und warum die „No Disc, No Buy“-Bewegung gegen Sonys Entscheidung, ab 2028 keine Discs mehr zu produzieren, einen schweren Stand hat. (via Kotaku)
Circana-Direktor Mat Piscatella teilte auf Bluesky folgende Zahlen: In der Woche bis zum 11. Juli 2026 haben lediglich zwei PlayStation-Spiele mehr als 10.000 physische Einheiten in den USA verkauft. Im bisherigen Jahresverlauf haben nur sieben Spiele die Marke von 100.000 physischen Einheiten überschritten.
Was die Zahlen bedeuten
Die meistverkauften Spiele des bisherigen Jahres in den USA sind: Resident Evil Requiem, Crimson Desert, MLB: The Show 26, 007 First Light, Forza Horizon 6, Pokémon Pokopia, Lego Batman: Legacy of the Dark Knight, Tomodachi Life: Living the Dream, WWE 2K26 und Call of Duty: Black Ops 7. Bekannt ist dabei, dass Resident Evil Requiem über 7 Millionen Exemplare verkaufte, Crimson Desert über 6 Millionen und 007 First Light über 3 Millionen.
Geht man von einer ungefähren 90:10-Aufteilung zugunsten digitaler Verkäufe aus, hätte Resident Evil Requiem weltweit rund 700.000 physische Exemplare verkauft – davon nur ein Teil als PlayStation-Disc und nur ein weiterer Teil davon in den USA. Es erscheint daher unwahrscheinlich, dass eines dieser Spiele mehr als 300.000 PlayStation-Disc-Einheiten in den USA verkauft hat.
Sony verkaufte laut Daniel Ahmad, Director of Research and Insights bei Niko Partners, im Jahr 2025 noch rund 70 Millionen physische PlayStation-Spiele weltweit – eine für sich genommen beachtliche Zahl, die pro einzelnem Spiel und Markt jedoch verschwindend gering ausfällt.
Petition läuft sich fest
Eine Petition auf Change.org, die Sony zur Umkehr auffordert, kommt inzwischen bei knapp 340.000 Unterschriften ins Stocken. Piscatellas Einschätzung: Zehntausende wütende Kommentare auf PlayStations YouTube-Kanal werden Sony nicht zum Umdenken bewegen. Dafür bräuchte es eine echte Boykottbewegung mit massenhaften PS-Plus-Kündigungen.
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