Nintendo hat im Rahmen einer eigenen Nintendo Direct zu Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden bestätigt, dass der neue Serienteil erstmals gleichgeschlechtliche Beziehungen sowie nicht-binäre Charaktere unterstützen wird. Damit erfüllt der Konzern ein Versprechen, das nach der Kritik am Nintendo-3DS-Vorgänger entstanden war.
Spieler können sexuelle Präferenzen frei festlegen
In Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden erstellen Spieler:innen ihre eigenen Mii-Charaktere mithilfe einer erweiterten Version des bekannten Mii-Editors. Dieser bietet mehr Gesichtsoptionen und detailliertere Anpassungsmöglichkeiten als auf früheren Nintendo-Konsolen.
Bei der Charaktererstellung können Spieler zunächst das Geschlecht ihres Miis aus drei Optionen wählen:
- Männlich
- Weiblich
- Nicht-binär

Anschließend folgt die Auswahl der sogenannten Dating-Präferenzen. Hier stehen ebenfalls drei Optionen zur Verfügung – männlich, weiblich und nicht-binär. Spieler können keine, eine, mehrere oder alle Optionen auswählen.
Dadurch lassen sich Charaktere mit unterschiedlichsten Identitäten und Orientierungen erstellen, darunter unter anderem heterosexuelle, homosexuelle, bisexuelle, asexuelle oder pansexuelle Miis.
Reaktion auf frühere Kritik an Tomodachi Life (3DS)
Die neue Funktion ist das Ergebnis eines früheren Versprechens von Nintendo, zukünftige Ableger der Reihe inklusiver zu gestalten. Hintergrund war eine Kontroverse rund um das originale Tomodachi Life für den Nintendo 3DS.
Damals kursierte das Gerücht, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen ursprünglich im Spiel enthalten gewesen seien, jedoch später als angeblicher „Bug“ entfernt wurden. Tatsächlich waren solche Beziehungen nie offiziell implementiert – einige Spieler hatten lediglich Miis optisch so angepasst, dass gleichgeschlechtliche Paare möglich erschienen.
Nintendo erklärte zu diesem Zeitpunkt, man habe keine gleichgeschlechtlichen Beziehungen integriert, da man „keine Form von sozialem Kommentar“ beabsichtigt habe.
Nach anhaltender Kritik entschuldigte sich das Unternehmen jedoch öffentlich und kündigte an, bei einem möglichen zukünftigen Serienteil von Grund auf ein inklusiveres Spielerlebnis zu entwickeln, das alle Spieler besser repräsentiert.
Wir entschuldigen uns dafür, dass wir viele Leute enttäuscht haben, da wir keine gleichgeschlechtlichen Beziehungen in Tomodachi Life eingebaut haben. Unglücklicherweise ist es uns nicht mehr möglich, dieses Design des Spiels zu ändern. Solch eine signifikante Änderung kann auch nicht mit einem nachträglichen Patch bewerkstelligt werden. (…)
Wir versprechen hiermit, dass wir eine Gameplay-Erfahrung bieten werden, die sämtliche Spieler besser repräsentieren wird, falls wir eine weitere Episode von Tomodachi entwickeln werden.
Mit Tomodachi Life: Wo Träume wahr werdeb setzt Nintendo dieses Versprechen um.
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