Yahoo Auctions Japan geht gegen Scalper vor – Verkaufsverbot für neue Spiele über dem UVP

Preisobergrenze gilt im ersten Monat nach Veröffentlichung.

Yahoo Japan will dem weit verbreiteten Scalping auf seinen Plattformen entgegenwirken. Das Unternehmen kündigte an, dass auf Yahoo Auctions und dem Yahoo Flea Market künftig keine neuen Spiele mehr zu einem höheren Preis als der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) verkauft werden dürfen.

Für jede Neuveröffentlichung in Japan wird ab sofort eine Preisobergrenze für den ersten Verkaufsmonat eingeführt. Verkäufer dürfen in diesem Zeitraum den vom Hersteller empfohlenen Verkaufspreis nicht überschreiten.

Hintergrund: Schutz vor überteuerten Weiterverkäufen

„In den letzten Jahren wurden insbesondere direkt nach Veröffentlichung beliebte Artikel zu Preisen weit über der UVP weiterverkauft. Das hat zu Problemen geführt und den Wunsch nach einem Umfeld verstärkt, in dem Nutzer fair handeln können“, heißt es in einer Stellungnahme von Yahoo (maschinell übersetzt).

Yahoo verweist zudem auf frühere Maßnahmen gegen unfaire Wiederverkaufspraktiken, etwa Angebote ohne Lagerbestand oder Bilddiebstahl. Besonders beim Launch der Nintendo Switch 2 im Juni 2025 habe man „zur Vermeidung von Marktverzerrungen“ bereits Angebote vollständig untersagt.

Ab dem 13. November 2025 soll nun eine neue Regel greifen:

Im Bereich Spiele wird der Verkauf von neuer Software zu Preisen über der UVP für einen bestimmten Zeitraum verboten. Wir wollen weiterhin ein faires und gesundes Handelsumfeld sicherstellen und bitten um Verständnis und Kooperation.

Konsequenzen bei Verstößen

Yahoo kündigte an, dass Angebote, die gegen diese Vorgaben verstoßen, gelöscht werden. Zudem könne das Unternehmen Konten sperren, falls Verkäufer wiederholt versuchen, Spiele über dem erlaubten Preis anzubieten.

Gemeinsame Initiative gegen Scalping

Die Maßnahme ist Teil einer größeren Anti-Scalping-Initiative in Japan. Bereits vor dem Release der Nintendo Switch 2 hatte Nintendo eine Kooperation mit Yahoo, Mercari und Rakuten Rakuma angekündigt. Ziel war es, „nicht autorisierte Angebote von Nintendo-Produkten, einschließlich der Switch 2“, zu verhindern.

Die beteiligten Plattformen vereinbarten, aktive Angebotslöschungen vorzunehmen und ein gemeinsames Informationsnetzwerk aufzubauen, um verdächtige Verkäufer schnell zu identifizieren und zu sperren.

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