OLED-Displays haben sich im Gaming-Bereich längst etabliert – sei es bei der Nintendo Switch (OLED-Modell) oder dem Steam Deck OLED, die beide für satte Farben, starke Kontraste und besonders gute Schwarzwerte gelobt werden. Umso überraschender ist es, dass neue High-End-Handhelds wie die Nintendo Switch 2, der ROG Ally X oder das Microsoft ROG Xbox Ally X weiterhin auf LCD-Technologie setzen. Asus erklärt nun, warum das (derzeit) die bessere Wahl ist.
OLED oder VRR – eine Frage der Priorität
Im offiziellen YouTube-Kanal von Asus äußert sich Whitson Gordon, Senior Manager of Content Marketing, zur Entscheidung gegen OLED. Laut Gordon stehen Hersteller derzeit vor einer einfachen, aber schwierigen Wahl:
Entweder ein OLED-Panel ohne VRR – oder ein LCD mit variabler Bildwiederholrate.
Und genau hier liegt der Knackpunkt: VRR (Variable Refresh Rate) ist für Gaming-Handhelds besonders wichtig, weil deren Leistung im Vergleich zu stationären Konsolen oder Gaming-PCs begrenzt ist. Dadurch schwankt die Bildrate oft stärker. Ein Display mit VRR kann diese Schwankungen dynamisch ausgleichen, was für ein flüssigeres Spielerlebnis sorgt – ganz ohne Tearing oder spürbare Ruckler.
OLED bringt Nachteile mit sich – zumindest aktuell
Asus habe laut Gordon sogar einen Prototyp des ROG Ally X mit OLED getestet, sich letztlich aber aus drei Gründen dagegen entschieden:
- Kein VRR verfügbar bei OLED in dieser Größe
Derzeit gibt es schlichtweg keine OLED-Panels im Handheld-Format, die VRR unterstützen. - Stromverbrauch
Neben dem Fehlen von VRR hat sich der Hersteller bei diesem Test aber auch am höheren Stromverbrauch gestört. - Kosten
OLED ist zudem nach wie vor teurer in der Anschaffung, was sich direkt auf den Endpreis des Geräts auswirkt.
Zusätzlich sei das sogenannte VRR-Flackern bei OLED-Displays nach wie vor ein ungelöstes Problem – das Bild kann bei niedrigeren Bildraten sichtbar flackern, was dem Spielspaß abträglich ist.
LCD mit 120 Hz vorerst die bessere Wahl
Sowohl das ROG Ally X als auch die Nintendo Switch 2 setzen auf moderne 120 Hz IPS-LCDs mit Full-HD-Auflösung – ein Kompromiss, der laut Asus bewusst gewählt wurde. Solange OLED-Panels in Handheld-Größe nicht zuverlässig VRR und Energieeffizienz bieten, ist LCD die bessere Option für flüssiges Gaming unterwegs.
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