The Last Blade: Beyond the Destiny

Gratulation zur Emulation

Durchaus loben muss man jedoch das von SNK beauftragte Portierungsstudio Code Mystics! So lässt die Emulation fast keine Wünsche offen. Ihr könnt zum einen mehrere Grafikfilter-Optionen auswählen sowie die Bildschirmgröße und somit die Auflösung. Wenn ihr eine Option wählt, bei der der Screen kleiner dargestellt wird, dürft ihr außerdem zwischen verschiedenen NEO GEO Pocket Color„Rahmen“ wählen. Übrigens können für noch mehr Authentizität die Joycons im Handheld-Modus rausgesteckt werden und ihr könnt die Buttons auf dem virtuellen NEO GEO Rahmen mittels Berührung drücken, sodass man das Gefühl hat, wirklich auf der Original-Hardware zu spielen. Eine wirklich optimale Spielweise ist dies zwar nicht, aber zumindest stellt es einen netten Bonus zum Ausprobieren dar.

Auch für den integrierten Multiplayer-Modus hat sich Code Mystics nicht lumpen lassen. Benötigte man im Original noch zwei NEO GEO Pocket Color-Geräte mit jeweils einem Spiel, um zusammen zu spielen, emuliert die Software hier bei Auswahl des 2P-Modus einfach automatisch zwei miteinander verbundene Geräte. Gekämpft werden kann dann entweder auf einem (großen TV-)Bildschirm oder aber im Handheld-Modus in einer Art Tabletop-Modus, in welchem jeder von der kürzeren Tablet-Seite mit eigenem Bildschirm über die jeweilig angeschlossene Joy Con-Hälfte spielt. Äußerst innovativ! Außerdem bietet die Emulation auch noch eine obligatorische Rückspul-Funktion, mit der ihr im Spielgeschehen zeitlich zurückreisen könnt. Und zu guter Letzt dürft ihr bei Bedarf auch noch in einer digitalen Version der amerikanischen Original-Spieleanleitung schmökern. Apropos Sprachen: Eine deutsche Lokalisation erhielt der Titel leider nicht – weder im Spiel selbst, noch im Emulationsmenü. Dafür ist aber neben der englischen auch noch die japanische Original-Fassung enthalten und kann über das Options-Menü ganz einfach angewählt werden.

  • 6/10
    Für Pixel-Retro-Fans und Kinder der 90er - 6/10
6/10

Mein Fazit zu The Last Blade: Beyond the Destiny

Schon zum Original-Release im Jahr 2000 gab es deutlich komplexere und packendere Beat‘ em Up-Titel als The Last Blade: Beyond the Destiny, wenn auch nicht portabel. Mit der leistungsstarken Nintendo Switch lassen sich aber viele dieser besseren Vertreter nun aber eben auch unterwegs spielen, wodurch der damalig einzige Plus-Punkt hier seine Berechtigung verliert. Die tolle Emulation der Software kann dabei leider nicht wirklich über das recht unspannende eigentliche Spiel hinwegtrösten. Ich würde The Last Blade: Beyond the Destiny daher hauptsächlich absoluten Pixel-Retro-Fans und Kindern der 90er empfehlen, die unbedingt in Nostalgie schwelgen wollen. Alle anderen sollten die 7,99 € doch lieber ansparen für einen komplexeren Beat’em Up-Titel, von denen es für die Nintendo Switch mittlerweile auch schon einige gibt.

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