Square Enix hat seine „Group Customer Harrassment Policy“ aktualisiert, um sicherzustellen, dass die hauseigenen Mitarbeiter und Partner vor ärgerlichen Belästigungen und Drohungen seitens bestimmter Kunden geschützt sind.
Wie auf der offiziellen Website des Unternehmens zu lesen ist, kann das Unternehmen, wenn es der Meinung ist, dass eine Person ihre Mitarbeiter tatsächlich belästigt hat, so weit gehen, dass sie „die Bereitstellung von Unterstützungsdiensten einstellt oder von der Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen unserer Gruppe absieht“.
Darüber hinaus weist das Unternehmen darauf hin, dass Vorfälle, die mit „ungeheuerlicher oder böswilliger Absicht“ begangen werden, gerichtlich verfolgt oder strafrechtlich geahndet werden können. Es folgt eine Liste von Verhaltensweisen, die das Unternehmen als inakzeptabel ansieht:
Belästigung:
- Gewalttätige Handlungen, gewalttätiges Verhalten.
- Beschimpfungen, Einschüchterung, Nötigung, Zwang, übermäßige Verfolgung oder Verweis.
- Diffamierung/Verleumdung, Verleugnung der Persönlichkeit, persönliche Angriffe (einschließlich E-Mail, Kontaktaufnahme per Kontaktformular, Kommentar oder Posting im Internet), Vorankündigung eines Fehlverhaltens, Vorankündigung einer Geschäftsbehinderung.
- Beharrliches Nachfragen, wiederholte Besuche.
- Unerlaubtes Betreten durch Besuch oder Aufenthalt in einem Büro oder einer entsprechenden Einrichtung ohne Erlaubnis.
- Unerlaubte Zurückhaltung, auch durch Telefonanrufe und Online-Anfragen.
- Diskriminierende Äußerungen und diskriminierendes Verhalten in Bezug auf Ethnie, Religion, Familienherkunft, Beruf usw.
- Verletzung der Privatsphäre durch das Anfertigen von Fotos oder Videoaufnahmen ohne Zustimmung.
- Sexuelle Belästigung, Stalking, wiederholtes Stalking-Verhalten.
Unangemessene Forderungen:
- Unangemessene Änderungen oder Austausch von Produkten oder Verlangen nach einer finanziellen Entschädigung.
- Unangemessene Reaktion oder Aufforderung zu einer Entschuldigung (einschließlich einer persönlichen Reaktion oder Aufforderung zu einer Entschuldigung unter Angabe der Position unseres Mitarbeiters oder unserer Partner).
- Überzogene Forderungen nach der Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen, die über die gesellschaftlich akzeptierten Normen hinausgehen.
- Unvernünftige und überzogene Forderungen nach Bestrafung unserer Mitarbeiter.
Es versteht sich von selbst, dass man nichts von alledem tun sollte; schließlich bestehen Entwickler und Publisher aus Menschen, die den gleichen alltäglichen Problemen ausgesetzt sind wie alle anderen auch.
Es stellt sich allerdings die Frage, wie genau das Unternehmen potenziellen Straftätern seine Produkte und Dienstleistungen vorenthalten kann. Vielleicht ist dies nur auf digitale Käufe und Online-Funktionalitäten beschränkt?