Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung – Die epische Schlacht um Hyrule

0
804

Ein Feuerwerk der Effekte

The Legend of Zelda: Breath of the Wild bot einen einzigartigen Grafikstil, welcher auch heute noch traumhaft schön aussieht. Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung hat die Engine weiterentwickelt und sieht schöner aus, als je zuvor. Jede Animation im Spiel wirkt sehr glaubwürdig und die Spezialeffekte der Attacken gleichen einem Feuerwerk. Wo Link eine klassische Wirbelattacke nutzt, beschwört Urbosa die geballte Macht des Donners und zerstört so (fast) alles auf dem Bildschirm. Dadurch, dass das Spiel hunderte Gegner zeitgleich berechnen muss, wurde die “Sichtbarkeit” von Gras oder Ähnlichem sehr stark reduziert. Als Folge erscheinen häufig Pop-Ins von Objekten, welche gerade einmal 10 Meter entfernt sind. Das trübt ein wenig das Gesamtbild in den Schlachten, allerdings ist so viel auf dem Bildschirm los, dass es nicht häufig auffällt. Ein (und eigentlich der größte) Kritikpunkt ist die sehr instabile Bildrate. Diese beläuft sich häufiger mal unter 30 Bildern pro Sekunde. Zwar gewöhnt man sich schnell daran, dennoch erkennt das Spiel dadurch manchmal keine Eingaben, was besonders ärgerlich ist, wenn jeder Angriff bei einem starken Gegner sitzen sollte. In den Titanenkämpfen läuft das Spiel leider auch nicht sonderlich flüssig, was aber kein Problem ist, da die Passagen eh nicht besonders schwierig sind. Erfreulich bleibt aber der Fakt, dass diese Probleme gegen Ende des Spiels nicht mehr so häufig auftreten oder nicht mehr stark auffallen, da man sich daran gewöhnt. Vielleicht wird hier aber auch noch mit einem Update nachgeholfen.

Im Bereich Audio hat Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ebenfalls extrem viel zu bieten, denn sowohl der Soundtrack, als auch die Sprachausgabe ist gewohnte Nintendoqualität. Einige Kompositionen sind zwar Remixes aus Breath of the Wild, allerdings bietet Zeit der Verheerung auch zahlreiche neue Lieder, welche sofort in meinem Kopf stecken geblieben sind. Gegen Ende des Spiels werden die Musikstücke immer pompöser und epischer und unterstützen das Gefühl einer riesigen Schlacht ohne Aussicht auf Erfolg. Die Zwischensequenzen wurden ebenfalls alle vertont und sogar in den üblichen Sprachen wie Deutsch, Englisch oder auch Japanisch. Dies kann man jederzeit außerhalb einer Schlacht umstellen.

Typisches Warriors oder doch was ganz Eigenes?

Das Grundgerüst des Spiels bleibt natürlich so, wie es auch Hyrule Warriors war. Ihr steuert eine Figur, tötet kleine Gegner und Hauptmänner/Bosse, damit ihr Festungen oder Vorposten erobern könnt. Allerdings bietet Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung viel mehr als das. Außerhalb der Kämpfe steht euch jederzeit eine Weltkarte zur Verfügung und das ist fast auch nur das einzige “Menü” welches ihr sehen werdet. Die Weltkarte, im Stil von Breath of the Wild, zeigt euch nach und nach alle Missionen an, die das Spiel zu bieten hat. Dazu gehören Hauptmissionen, Nebenmissionen, Geschäfte, Upgrades für Charaktere oder auch sonstige Upgrades für Mechaniken. Um Upgrades durchzuführen, benötigt ihr Tonnen von Materialien, angefangen von Urkunden für das Töten von Feinden oder auch das Sammeln von Dingen, welche nur auf bestimmten Schlachtfeldern verfügbar sind. Um das Sammeln zu erleichtern, wurde hier extra der Shiekah-Sensor eingebaut, welcher euch ermöglicht Missionen zu markieren. Fehlen euch noch Zutaten für diese Mission, zeigt euch der Sensor an auf welchen Schlachtfeldern ihr diese gewinnen könnt. Sehr praktisch und spart das viele Gesuche auf der sehr vollen Weltkarte. Wem das dennoch zu unübersichtlich ist, der kann auch einfach über ein Menü gut sortiert die einzelnen Upgrades auswählen. Man muss auch ebenfalls keine Angst haben, dass neue Charaktere, welche man freigespielt hat, zu schwach sind. Hyrule bietet nämliche eine Schmiedegilde und einen Trainingsplatz wo man gegen Rubine die Stufe erhöhen oder starke Waffen anfertigen lassen kann. Es lohnt sich auch jeden Charakter genau anzuschauen, denn wirklich jeder spielt sich einzigartig und bietet zahlreiche Stärken und Schwächen. Link stellt dabei den Allrounder dar und Daruk zum Beispiel geht eher in die Verteidigung. Die Module des Shiekah-Steins (Bomben oder auch das Cryomodul) sind ebenfalls für jede Figur komplett anders und bieten somit reichlich Vielfalt.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments