Luigi’s Mansion sollte den älteren unter euch als Nintendo GameCube-Titel aus dem Jahr 2001/2002 bekannt sein und war damals bereits ein großer Hit. Dieser wurde nun für den Nintendo 3DS neu aufgelegt und Luigi darf sich erneut auf Geisterjagd begeben, um seinen Bruder Mario zu retten! Ich durfte es vorab spielen und habe besonders die neuen Features für euch unter die Lupe genommen.

Die Geschichte

Eines Tages erhält Luigi die freudige Botschaft, dass er eine Villa gewonnen hätte. Ohne zu hinterfragen, ob er überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, erzählt er Mario davon und die beiden beschließen, sich bei dem besagten Gebäude zu treffen, um sich dieses näher anzusehen. Aus unerklärlichen Gründen verläuft sich Luigi im Wald und kommt verspätet an. Vor Ort ist Mario nicht aufzufinden. Plötzlich wird unser Freund in grün von einem Geist angegriffen, wird aber glücklicherweise von einem Herren mit einer Art Staubsauger gerettet. 

Dieser Herr stellt sich als Professor Imanuel Gidd (im Spiel Professor I. Gidd genannt) vor. Zusammen gehen sie in sein Labor, wo das Gerät, mit dem I. Gidd den Geist einsaugen wollte, näher beschrieben wird. Es handelt sich um den Schreckweg 08/16, mit dessen Hilfe Geister eingesaugt werden können. Diesen, zusammen mit dem Game Boy Horror, welcher als Prüfgerät, Handy und später als Buu Huu-Radar dient, übergibt er an Luigi, damit er seinen Bruder aus den Klauen der Geister befreien kann. Denn Mario befindet sich irgendwo tief in der Villa!

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Die Villa hat nichts von ihrer gruseligen Atmosphäre eingebüßt.

Das Gameplay

Der fast furchtlose Luigi begibt sich also zitternd und ängstlich nach Mario rufend mit seiner Ausrüstung und einer Taschenlampe in die Gruselvilla. Um Geister einsaugen zu können, müsst ihr diese erst mit eurer Taschenlampe anleuchten, dann seht ihr ein Herz und ab da könnt ihr den Schreckweg 08/16 nutzen. Die Geister haben verschieden hohe Lebenspunkte, manche müssen sogar zuerst mit Feuer, Wasser oder Eis getroffen werden, denn der Staubsauger kann später im Spiel diese Elemente speien, wenn ihr das Element vorher einsaugt und das Zubehörteil findet. 

Neben den normalen Geistern gibt es auch schwieriger einzusaugende Geister sowie Bosse. Diese erkennt ihr sofort an ihrem einzigartigen Aussehen. Um diese einsaugen zu können, müsst ihr vorher meist etwas auslösen, probiert also einiges in eurer näheren Umgebung aus. Diese Geister werden am Ende eines jeden Bereichs an Professor I. Gidd übergeben und mit Hilfe einer speziellen Maschine in ihre Gemälde zurückverwandelt, aus welchen sie ursprünglich geflohen sind. 

Da die Villa in Luigi’s Mansion komplett dunkel ist und Geister selbstverständlich nur dann auftauchen, solltet ihr für Licht sorgen: saugt alle Geister in einem Raum ein oder besiegt den Boss, dann wird der Raum erhellt. Oft erscheint eine Kiste, meist mit einem Schlüssel oder Geld. Euch wird sogleich angezeigt, in welche Tür dieser passt. So kommt ihr immer weiter voran.

Wo immer ihr seid, solltet ihr gut auf eure Umgebung achten, denn oft verstecken sich Dinge oder auch Geister in Schränken oder anderen Möbeln. Das wird wichtig, sobald ihr Buu Huus mit Hilfe eures Game Boy Horror aufspüren könnt. Insgesamt verstecken sich 50 Buu Huus in der Villa und ihr könnt sie erst finden, wenn ihr den entsprechenden Raum erhellt habt. 

Mehr gibt es zum Gameplay selbst nicht zu sagen. Entdeckt die Villa am besten für euch selbst, haltet dabei aber immer die Augen offen!

Der Vergleich zur Nintendo GameCube-Version

Luigi’s Mansion für den Nintendo 3DS weist selbstverständlich einige Veränderungen und Neuerungen auf, welche wir euch nicht vorenthalten möchten. Zu allererst möchte ich hier auf den 2-Spieler-Modus ansprechen, denn ihr könnt die Villa nun zusammen mit einem Freund via Download-Spiel erkunden. Euer Freund wird hier den „noch grüneren Luigi“ spielen. Warum er so aussieht, woher er kommt und ob er einen Namen hat, ist Teil der Story und solltet ihr selbst herausfinden. Im Labor von Professor I. Gidd könnt ihr „Teamplay“ auswählen und es einmal ausprobieren.

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Luigi’s Mansion für Nintendo 3DS lässt euch zusammen mit einem Mitspieler die Villa zu zweit erkunden und Geister aufsaugen.

Kleinere Veränderungen gegenüber der Nintendo GameCube-Version sind folgende:

  • Beim Start von Luigi’s Mansion kommt ihr direkt zum Titelscreen. Das in gruseliger Stimme gesprochene „Nintendo“ erscheint nicht mehr.
  • im Original konntet ihr die Eingangstür zur Villa nicht verwenden. Im Nintendo 3DS-Teil hingegen könnt ihr diese nutzen, um schnell in das Labor zu gelangen.
  • Ein paar Cutscenes haben sich verändert, beispielsweise ist der Kamerawinkel in diesen teilweise anders.
  • Wenn ihr durch einen Gegner getroffen werdet und Münzen verliert, bleiben diese nun doppelt so lange liegen und ihr habt die Chance sie wieder einzusammeln. Im Nintendo GameCube Teil war dies fast unmöglich, da sie sehr schnell verschwunden sind.
  • Wenn ihr neben Geld einen Diamanten findet und diesen einsammelt, pausiert das Spiel kurz und das Geld verschwindet in dieser Zeit nicht mehr.
  • Ihr habt nun die Möglichkeit, den Stroboblitz für eure Taschenlampe zu nutzen, welchen ihr bereits aus Luigi’s Mansion 2 kennt. Diesen könnt ihr aufladen, um Geister in größerer Reichweite anleuchten zu können.
  • Die Steuerung von Luigi’s Blickrichtung ist etwas verändert. Ihr könnt sowohl die Bewegungssteuerung nutzen, wenn ihr gerade mit dem Schreckweg 08/16 einsetzt oder das Steuerkreuz.
  • Die Grafik wurde allgemein verbessert, beispielsweise sieht das Gras im Außenbereich realistischer aus sowie auch das Dach der Villa sieht nun alt und abgenutzt aus. Der Staub auf dem Boden wird nicht mehr aufgewirbelt und stört nicht mehr. Dadurch geht das Gefühl für eine „alte Geistervilla“ jedoch etwas verloren. Zudem sind nun einige Grafiken animiert. 
  • Die Karte wirkt übersichtlicher als im alten Teil über den Game Boy Horror. Man findet sich leichter zurecht und findet die Türen für gefundene Schlüssel schneller. Der Game Boy Horror wird euch immer im unteren Screen des Nintendo 3DS angezeigt.
  • Im Labor könnt ihr amiibo einlesen lassen. Diese erleichtern euch das Spiel etwas und helfen euch.

Somit gibt es sehr viele Verbesserungen in Luigi’s Mansion verglichen mit der Nintendo GameCube-Version. Nachdem ihr das Spiel einmal durchgespielt habt, könnt ihr die versteckte Villa betreten, doch dieses Mal wird alles etwas schwieriger. Es wird also eine echte Herausforderung, Mario diesmal zu retten.

Preis & Wertung: 39,99 €
8.5/10

Fazit:

Luigi’s Mansion hat sich als Port für den Nintendo 3DS als absolut würdig erwiesen. Wie auch in der Vergangenheit hat man viel Spaß bei der Geisterjagd, beim Erkunden der Villa und natürlich an den kleinen Features, auf die man unterwegs trifft. Kleines Manko ist nach wie vor die hakelige Steuerung beim Saugen mit dem Schreckweg 08/16. Zweites Manko ist die kurze Spielzeit. Innerhalb von wenigen Stunden war ich mit der Hauptstory durch. Danach folgt aber noch die versteckte Villa mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, was doch noch einmal reizt, Luigi’s Mansion erneut zu spielen. Die Änderungen an der Grafik und dem Game Boy Horror sind fast durchweg positiv und gelungen. Sowohl für die, die das Spiel bereits auf dem Game Cube gespielt haben und einmal wieder Lust darauf haben, als auch für die, denen Luigi’s Mansion noch unbekannt ist, lege ich den Nintendo 3DS-Port ans Herz und natürlich auch allen Fans von dem Klempner in grün.

Pros

Cons

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