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Sakuna: Of Rice and Ruin - Arbeite wie ein Sklave, iss wie ein Lord!  

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Kevin Krämer
(@kevin)
Mitglied Admin
Beigetreten: 3 Jahren zuvor
Beiträge: 6508
19. November 2020 12:00  
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Sakuna: Of Rice and Ruin ist ein actionreicher Mix aus Farming Simulator mit Rollenspiel und 2D-Plattformer. Veröffentlicht von Marvelous Europe Limited und entwickelt von Edelweiss, dem Indie-team welches bereits Astebreed entwickelt hat. Das Spiel erscheint am 20. November 2020 für Nintendo Switch.

Die Story

Arbeite wie ein Sklave, iss wie ein Lord! Dieses Sprichwort lernt Sakuna im Spiel Sakuna: Of Rice and Ruin auf die etwas härtere Tour selber kennen. Wir werden vom Spiel in eine Welt gezogen, die stark an die japanische Mythologie erinnert und voll gespickt ist, mit japanischen Gebräuchen und Denkweisen.

Sakuna, unser Hauptcharakter ist die Tochter der Erntegöttin und des Kriegsgottes und absolut verwöhnt. Sie lebt im Lofty Realm in der Hauptstadt und trifft eines Tages auf eine Gruppe sterblicher, die über die Brücke zum Realm gelangten. 

Sakuna hat diese Gruppe zuerst ignoriert, bis sie gesehen hat, dass diese Gruppe Sterblicher, sich in der Kammer mit den Opfergaben am Reis gütlich getan hat. Sakuna versuchte dies zu verhindern und während dieser Aktion hat sie aus Versehen den gesamten Reis, der für die Göttin Lady Kamuhitsuki bereitstand, inklusive dem Rest der Opfergaben in Brand gesteckt. Als Strafe für diese Aktion verbannte Lady Kamuhitsuki Sakuna und die Gruppe Sterblicher auf die Insel der Dämonen, um diese von den Dämonen zu reinigen. 

Auf dieser Insel angekommen, müssen Sakuna und die anderen zuallererst einen Stützpunkt finden und errichten. Sie fanden einen verborgenen Pass, welcher zu dem Haus von Sakunas Mutter führte. Dort angekommen fanden sie Felder die bestellt werden können. Dies ist auch bitter nötig, denn ohne Essen kommt man auf einer von Dämonen besetzten Insel nicht weit. 

Im Laufe der Zeit baut man sich seinen Stützpunkt weiter und weiter aus. Es wird auf den Feldern Reis angebaut, wir errichten eine Schmiede und eine Webstube. Ebenso finden wir immer mehr und mehr über unsere sterbliche Entourage heraus und auch was die Geschichte der Insel ist, auf welcher wir sind.



Das Gameplay - Heiß auf Reis!

Sakuna: Of Rice and Ruin ist wie bereits erwähnt ein Mix aus 2D-Plattformer und Farming Simulation. Basierend auf die alte Art, Reis anzubauen, müssen auch wir die verschiedenen Schritte, vom Pflügen der Felder, über Reisanbau, Bewässerung und Düngen bis zur Ernte durchführen und lernen so, wie schwierig und anstrengend Reisanbau auf die alte Art war. 

Es werden Hilfsmittel im Spiel erwähnt, die man auch damals in Japan nutzte, um die Reiskörner von den Pflanzen zu trennen und den Reis zu reinigen. Es gibt die verschiedensten Dinge zu beachten. Den Wasserstand im Feld, natürliche Pestizide einsammeln und im Feld freilassen, Unkraut jäten und so weiter. Auch muss man passend zum Wachstum des Reises Dünger erstellen und nutzen. 

Ich würde aber nicht sagen, dass es ein Mix aus Farming Simulator und 2D-Plattformer sei, wenn es im Spiel nur allein um den Reisanbau ginge. Wir bekamen von Lady Kamuhitsuki die Aufgabe, die Insel von den Dämonen zu befreien. Und dieses müssen wir noch neben dem Reisanbau bewältigen. Wir müssen die Insel weiter und weiter erkunden und schalten immer mehr und mehr Teile der Insel frei, je mehr wir erkunden und die Ziele der jeweiligen Level erreichen. Das Erreichen der jeweiligen Levelziele ist teils wirklich herausfordernd und manchmal muss man dieselben Level mehrmals spielen, um alle Ziele zu erreichen und die Sterne für die Erkundung der Level zu sammeln. Um auf der Insel weiter erkunden zu können, muss man eine gewisse Anzahl an Erkundungssternen sammeln. 

Das Spiel erklärt einige Dinge mithilfe sogenannter Schriftrollen des Kampfes, und es gibt auch einen Trainingsraum, jedoch muss man teilweise die Kampftechniken sich selbst anlernen. 

Das Kampfsystem ist relativ intuitiv und je weiter man hochlevelt und auch seine Ausrüstung verbessert, desto einfacher fallen einem auch die Kämpfe und desto mehr Kampffähigkeiten schaltet man frei. Das Kämpfen an sich scheint am Anfang noch ziemlich simpel, wird aber schnell herausfordernder und schwieriger. Hier kommt dann das Essen in Spiel, welches man sich selbst kochen muss.

Sakuna: Of Rice and Ruin hat einige Rollenspielelemente, zu welchem das Essen zählt. Je mehr Reis man anbaut, desto stärker wird Sakuna. Der geerntete Reis kann braun oder weiß sein, je nachdem wie viel man ihn reinigt und dementsprechend bekommt man besondere Boni. Diese Boni spielen dann beim Essen kochen auch eine Rolle. Brauner Reis verbessert die Effekte des Buff Foods und weißer Reis verbessert die Stati von Sakuna selbst. 

Man hat die Möglichkeit, die Speisekarte bei Sakuna: Of Rice and Ruin selbst zu erstellen, teilweise muss man auch spezielle Speisen kochen, um bestimmte Level zu schaffen, aufgrund der Beschaffenheit. Meistens aber ist es nur wichtig, um bessere Selbstheilung oder ähnliches zu erlangen. Ein weiterer wichtiger Punkt, welcher interessanterweise auch an reale Gebräuche angelehnt ist, ist das haltbar machen von Nahrungsmitteln. Jede Zutat hält sich nur eine bestimmte Zeit, bis sie verdirbt. Um das zu verhindern, kann man mithilfe von selbst hergestellten Essig, mithilfe von Salz oder einfach nur durch das Braten von Speisen, das Essen haltbarer zu machen.

Interessant ist auch, dass das Spiel eine große Anzahl an alkoholischen Getränken hat, welche auf Reis basiert. Sollten einem Mal bestimmte Zutaten wie Salz oder auch spezielle Stoffe für die Weberei fehlen, kann man im späteren Spiel auch mit dem Reis, welchen man zu viel hat, handeln, um diese von der Hauptstadt des Lofty Realms zu bekommen.

Im Laufe des Spiels spielt man eine Schmiede frei, welche von Kinta, einem der sterblichen, geführt wird, eine Weberei, welche von Yui geführt wird und man erlernt mehr Rezepte je mehr man die Insel erkundet und je weiter man in der Story vorankommt.  Mittlerweile gibt es auch einen neuen Patch, welcher das End-Game des Spieles, das heißt, sobald man alles aufgebaut und die Story fast vollendet hat, noch erweitert, sodass man nicht zu schnell gelangweilt ist vom Spiel. Dieser Patch steht euch also sofort zur Veröffentlichung des Spiels zur Verfügung, vergesst also nicht, ihn herunterzuladen.



Grafik und Technik - Eine mythische farbenfrohe Schönheit!

Wer unseren Vorschau-Stream sehen konnte, der hat die wunderschöne Grafik des Spieles bereits bewundern dürfen.

Die Darstellung der Figuren und der Gebäude ist passend an die Kleidungsstile des alten Japans und an die Götterdarstellung angelehnt. Die 3D Passagen des Spieles von Farming Simulation bis zur Interaktion mit den verschiedenen Figuren ist stimmig und das einzige, was seltsam wirkt, ist, dass es in der Höhle von der Passage ebenfalls regnet oder schneit. Und die Steuerung beim Ernten, sähen, etc. während des Anbauens ist gewöhnungsbedürftig und schwierig. 

Die Lichtdarstellung ist wunderschön im Spiel, ob am Tag oder in der Nacht. Die Fernsicht von dem Pass ist stimmig und basierend auf das Wetter, was sehr immersiv ist. Die 2D Passagen sind ebenfalls sehr stimmig und schön farbenfroh. Alles ist erkennbar in diesen Passagen und das Design der Gegner ist gut und auch angelehnt an die japanische Mythologie. 

In meiner Zeit habe ich bei den Spielen bis dato keine Framerate-Einbrüche gehabt und auch keine anderen technischen Schwierigkeiten,  außer dem Regen in der Höhle, wenn man diesen überhaupt erwähnen mag, denn einen negativen Einfluss hat dieser Fakt für mich nicht auf das Spiel.

Der Soundtrack des Spiels ist genauso schön wie die Grafik an sich. Die Musik und Grafik sind immersiv und der Soundtrack unterstreicht das Setting sehr gut und ist wirklich angenehm. Die Musik bei der Farm ist entspannend und lässt einen die Zeit vergessen, die man beim Einpflanzen und sortieren des Reises etc. braucht, wirklich vergessen.

Für wen ist Sakuna: of Rice and Ruin geeignet?

Dieses Spiel ist für alle die geeignet, die offen für neues sind, und trotzdem nicht auf Altbewährtes verzichten wollen. Durch die Darstellung des Spieles mitsamt der mythologischen Grundgeschichte und dem anime-artigen Zeichenstil ist dieses Spiel für viele ein Spiel, welches sie ausprobieren sollten. Der Anime-stil ist nicht zu kindlich, sondern ist basiert auf die mythologische Schönheit der Schauplätze, wie die Insel und der Hauptstadt. Daher wirkt es nicht nur interessant für jüngere Spieler, auch Spieler der älteren Jahrgänge sollten an diesem Spiel nicht vorbeigehen.


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