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Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten & Memoria | Zwei Point-and-Click-Adventures im Test


Oliver Buge
(@ikay)
Aktives Mitglied
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Beiträge: 8
Themenstarter  
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Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten und Das Schwarze Auge: Memoria sind aufeinander folgende Point-and-Click-Adventures, die auf dem mittelalterlichen Kontinent Aventurien aus dem Pen-and-Paper Universum von Das Schwarze Auge (The Dark Eye) stattfinden. Entwickelt wurden die beiden Abenteuer von Daedalic Entertainment, dem Studio, das besonders für Deponia und Edna bricht aus bekannt ist. Wie viel Rollenspiel steckt in den beiden Spielen und sollten alle die Finger davon lassen, die Das Schwarze Auge nicht kennen? Diese Fragen wollen wir euch in diesem Kurztest beantworten. Daedalics klassische Adventures Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten und Das Schwaze Auge: Memoria sind ab dem 27. Januar 2021 für Nintendo Switch, Xbox Series X|S, Xbox One, PlayStation 4 sowie Playstation 5 verfügbar.

In Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten schlüpft ihr in die Rolle des Vogelfängers Geron, der dem König dabei helfen soll, den Frieden wiederherzustellen und dabei eine abenteuerliche Reise erlebt. In Das Schwarze Auge: Memoria wird Gerons Geschichte, aber gleichzeitig auch die der südländischen Prinzessin Sadja, weitererzählt.

Dreizehn Jahre vor den Geschehnissen von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten wurde in seiner Heimatstadt Andergast ein Seher auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Kurz vor dessen Ableben deutete er auf den Jungen Geron und prophezeite, dass er das Ende bringen würde. Obwohl diese Worte von einem zum Tode verurteilten ausgesprochen worden sind, hatte dies schwere Auswirkungen für den Jüngling. Von allen nur noch Unglücksbringer genannt, war seine Jugend kein Zuckerschlecken. Die Handlung beginnt mit zwei Grobianen, die Geron quälen, um ihn am Abschließen der sogenannten  Eichblattqueste zu hindern. Trotz allen Widrigkeiten gelingt es ihm, die Queste als Erster abzuschließen und erhält zur Belohnung eine Audienz beim König. Dieser sieht den Titel des Unglücksbringers nur als Aberglaube des einfachen Volkes an und beauftragt ihn damit, Krähen aus dem Gästegemach zu vertreiben. So ganz ist Geron dieser Aufgabe nicht gewachsen und sucht Rat bei seinem Lehrmeister Gwinnling. Doch dieser interessiert sich viel mehr für die Ursache des Krähenproblems: Der Seher ist zurück! Um über die Plage Herr zu werden, ist eine Fee vonnöten, für die Geron in den Steineichenweg geschickt wird. Hier trifft er auf Nuridarinellavanda, kurz Nuri. Nun beginnt ein Abenteuer, von dem ein einfacher Vogelfänger sich niemals zu träumen gewagt hätte, Teil davon zu sein.



Grundsätzlich kann man Das Schwarze Auge: Memoria spielen, ohne den Vorgänger zu kennen, aber da es sich um eine direkte Fortsetzung handelt, ist dies nicht unbedingt zu empfehlen. Im Frühling nach den Ereignissen von Satinavs Ketten nehmen die Geschehnisse von Memoria ihren Lauf: Eine der Auswirkungen des letzten Abenteuers von Geron und Nuri soll rückgängig gemacht werden und sie sind verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem. Der fahrende Händler Fahi besitzt einen mächtigen Zauber, mit dem sie dieses Ziel erreichen könnten. Als Gegenleistung verlangt er die Lösung eines Rätsels, welches er selbst im Traum gesehen hat. Im Traum hat er die Anfänge der Reise von Prinzessin Sadja, die man in diversen Rückblicken steuern darf, gesehen. Sie hat beschlossen, sich selbst in der Geschichte zu verewigen, auf dass man ihren Namen noch in Jahrhunderten ausspricht. Da sie vor über 400 Jahren gelebt und scheinbar niemand von ihr gehört hat, war dieses Vorhaben offenbar nicht von Erfolg gekrönt. Doch irgendwie beschleicht den Helden der Geschichte das Gefühl, dass Fahi einige Details der Geschichte ausgelassen hat.

Spielerisch sind Satinavs Ketten und Memoria typische Point-and-Click-Adventures: Man kann mit allerlei Gegenständen in der Umgebung interagieren, indem man diese inspiziert, ein Objekt aus dem Inventar darauf anwendet oder die Gegenstände versucht zu verwenden. Als Magiedilettant, ein latent magisch Begabter, kann Geron kleine zerbrechliche Gegenstände wie Krüge oder Laternen zerstören. Nuri, deren Kräfte in der Welt der Menschen extrem geschwächt sind, kann kaputte Gegenstände reparieren. Magie kann auch auf Items im Inventar angewandt werden, was das Spiel leider nicht von sich aus erklärt. Im zweiten Teil kommen weitere Zauber hinzu, welche allerdings Sadja vorbehalten sind. Leider ebenfalls erst in der Fortsetzung hinzugefügt, wurden Hinweise, was als nächstes zu tun ist.

Optisch sind beide Spiele eine Augenweide. Die Kulissen sind abwechslungsreich gestaltet und lassen die Welt glaubhaft wirken, seien es nun Gebirge, Hafenstädte oder der Palast einer Feenwelt. Den meisten Charakteren sieht man leider an, dass sie in ihre Umgebung hineingesetzt worden sind, doch diese „Hervorhebung“ ist nicht weiter störend. Unschöner sind eher die teilweise steifen Animationen von Charakteren, besonders die der spielbaren Charaktere. Beide Spiele werden mit einem epischen Fantasy-Soundtrack beworben, was ich so nicht unterschreiben kann. Die Soundkulisse war zu jeder Zeit passend, aber als besonders episch hätte ich die Musik, abgesehen von der Trailermusik, nicht bezeichnet. Mit Sascha Dräger, Stephanie Damare, Robert Missler oder Manuela Eifrig hat man einige hochwertige Synchronsprecher versammelt, die ein paar von euch vielleicht aus TKKG, Naruto oder dem Satiremagazin extra 3 kennen könnten.




Zitat
Kevin Krämer
(@kevin)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 6868
 

Ist schon länger her, dass ich mir mal ein Point-and-Click-Adventure zugelegt habe. Dabei mag ich das Genre sehr und diese beiden Spiele habe ich noch nicht ausprobiert. Dein Test klingt zumindest vielversprechend, weshalb ich bei nächster Gelegenheit mal den Download auf meiner Nintendo Switch anwerfen werde. Preislich passt das ja definitiv bei nur 19,99 € je Titel. 😀


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